Stand: 19.04.2018 08:13 Uhr

Hat "Maskenmann" auch in Frankreich getötet?

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Nach Martin N. wurde lange gefahndet, unter anderem mit dieser Phantomskizze. N. wurde als "Maskenmann" bekannt.

Der als "Maskenmann" bekannt gewordene Martin N. könnte einen weiteren Mord begangen haben. Offenbar verdichten sich Indizien, dass N. einen zehnjährigen Franzosen getötet haben könnte. Der in deutscher Haft sitzende N. soll einem Mithäftling gegenüber die Tat indirekt gestanden haben, hieß es in französischen Justizkreisen. Zuvor berichteten französische Medien darüber. Die französische Polizei ermittelt gegen N. Der heute 47-jährige Martin N. soll im fraglichen Tatzeitraum im Mai 2004 in Tatortnähe gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft Stade äußert sich nicht zu den Medienberichten, sondern verweist auf die französischen Behörden. Das Landgericht Stade hatte N. im Februar 2012 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Drei Morde und etwa 40 Missbrauchsfälle

Fast 20 Jahre hatte die Polizei nach dem "Maskenmann" gefahndet, bis ein früheres Missbrauchsopfer schließlich den entscheidenden Hinweis gab. 2011 wurde Martin N. in seinem Haus in Hamburg festgenommen. Er gestand, im Jahr 2001 den neunjährigen Dennis K. nachts aus einem Schullandheim im Landkreis Cuxhaven entführt, missbraucht und ermordet zu haben. Zudem gab er zu, 1992 den 13-jährigen Stefan J. aus einem Internat in Scheeßel im Landkreis Rotenburg entführt, missbraucht und ermordet zu haben. Auch den Mord an dem achtjährigen Dennis R. aus dem Jahr 1995 gestand er. Hinzu kamen rund 40 Missbrauchsfälle.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 18.04.2018 | 17:00 Uhr

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