Stand: 11.03.2019 21:00 Uhr

Grünkohlkönig: Grüner Habeck folgt auf McAllister

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Alles dreht sich um den Kohl: Robert Habeck (links) ist als Oldenburger Grünkohlkönig Nachfolger von David McAllister.

13 Jahre nach Ex-Außenminister Joschka Fischer gibt es wieder einen grünen Grünkohlkönig. Beim 62. traditionellen "Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten" der Stadt Oldenburg in Berlin hat das achtköpfige Kurfürstenkollegium Robert Habeck, den Bundesvorsitzenden der Grünen, zur neuen Majestät gekürt. Der 49-Jährige folgt auf Niedersachsens Ex-Ministerpräsident David McAllister (CDU). Neben dem amtierenden Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD), dem Schirmherrn der Veranstaltung in der Niedersächsischen Landesvertretung, war Habeck prominentester Gast.

Robert Habeck mit Urkunde und Grünkohlpokal.

Robert Habeck ist Kohlkönig

Hallo Niedersachsen -

Beim 62. "Ollnborger Gröönkohl-Äten" der Stadt Oldenburg in Berlin ist Grünen-Chef Robert Habeck zum Kohlkönig gewählt worden. Er folgt auf David McAllister (CDU).

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Habeck: Mindestens ein Besuch in Oldenburg ist Pflicht

Mit der Königswürde verbunden ist die Pflicht, in diesem Jahr wenigstens einmal die Stadt Oldenburg zu besuchen. Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) würdigte die Regentschaft von Kohlkönig McAllister als vorbildlich. "Er hat in seiner Amtszeit die Herzen der Oldenburger gewonnen, denn er hat nicht nur dreimal sein Kohlvolk besucht, sondern auch eine Delegation nach Brüssel eingeladen."

Der Kohl ist schon gekocht

Rund 270 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur waren am Montagabend in der Landesvertretung geladen. Auch mehrere Minister der Landesregierung waren unter den Gästen. 200 Kilogramm Grünkohl, rund 100 Kilogramm Pinkel und Mettwurst und ebenso viel Kassler kamen auf den Tisch. Die typische Oldenburger Delikatesse war für die prominenten Gäste bereits vergangene Woche im "Bümmersteder Krug" in Oldenburg gekocht worden.

Oldenburg macht Kohl und Politik in Berlin

Das Oldenburger Grünkohlessen in Berlin hat Geschichte: Weil Bundespräsident Theodor Heuss im Jahre 1956 nicht nach Oldenburg kommen wollte, kamen die Oldenburger eben zu ihm. Und sie brachten die sogenannte Oldenburger Palme mit - den Grünkohl. Weil das bei der damaligen Bonner Politprominenz so gut ankam, machen die Oldenburger das seither einmal im Jahr, um die Kontakte zur großen Politik zu pflegen. 1962 und 1991 fiel die Veranstaltung aus - wegen der Sturmflut in Hamburg und wegen des Golfkrieges.

Die Grünkohlkönige - von Merkel bis Habeck

Gute Grünkohlernte trotz Trockenheit

Unterdessen ist die Grünkohlernte in Niedersachsen trotz der Dürre im Sommer gut ausgefallen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr fast 8.000 Tonnen Grünkohl geerntet - rund 15 Prozent mehr als 2017. Das Ergebnis sei ungewöhnlich, hieß es von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. Grund für die gute Ernte sei, dass die Bauern ihre Felder viel bewässert hätten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.02.2019 | 06:00 Uhr

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