Stand: 18.04.2019 16:30 Uhr

Giftiger Löschschaum: Bundeswehrstandorte belastet

Zahlreiche Liegenschaften der Bundeswehr sind offenbar mit einer giftigen Chemikalie verunreinigt. Betroffen sein soll auch das Munitionsdepot der Bundeswehr in Zetel (Landkreis Friesland), berichtet tagesschau.de. Bekannt ist die Kontamination in Nordholz (Landkreis Cuxhaven). Laut Bundeswehr handelt es sich um die Chemikalie PFC. Sie kommt unter anderem in Löschschaum vor, der bei der Armee über Jahre eingesetzt wurde und so in den Boden gelangte. Die betroffenen Standorte der Bundeswehr müssten nun umfassend untersucht werden, sagte eine Sprecherin.

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Das PFC-Problem der Bundeswehr

Die Bundeswehr hat durch den Einsatz von gesundheitsschädlichem Löschschaum zahlreiche Standorte verunreinigt. Weitere Informationen und Hintergründe gibt es bei tagesschau.de. extern

Dutzende Standorten im Norden könnten betroffen sein

In Niedersachsen gibt es insgesamt zwei Dutzend Standorte der Bundeswehr, die betroffen sein könnten - unter anderem das Marinearsenal Wilhelmshaven sowie die NATO-Flughäfen Jever und Wittmund. Auch in Mecklenburg-Vorpommern (fünf) und Schleswig-Holstein (15) gibt es Verdachtsfälle auf Bundeswehr-Liegenschaften. Die Chemikalie ist langlebig und reichert sich im menschlichen Körper an. Nicht nur militärische Objekte sind betroffen: Die entsprechenden Löschschäume wurden auch an zivilen Flughäfen eingesetzt. Am Flughafen Bremen etwa hat die Bodensanierung bereits begonnen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 18.04.2019 | 08:30 Uhr

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