"Landgericht Osnabrück" steht auf dem Ärmel eines Justizbeamten. © dpa-Bildfunk Foto: Friso Gentsch/dpa

Geständnis im Millionen-Prozess um erfundene Windparks

Stand: 11.11.2021 12:47 Uhr

Im Prozess um ausgedachte Windkraft-Projekte hat der Hauptangeklagte am Donnerstag ein Geständnis abgelegt. Der Ex-Unternehmer Hendrik Holt gab an, mit gefälschten Unterschriften betrogen zu haben.

Die Geschäftspartner hätten selbst schlecht gefälschte Unterlagen nicht erkannt, sagte der aus dem Emsland stammende Unternehmer vor dem Landgericht Osnabrück. Für den Fall eines Geständnisses hatte die Kammer die Möglichkeit eines Straferlasses ins Spiel gebracht.

Zehn Millionen Euro Schaden

Holt und die vier Mitangeklagten, seine Mutter, sein Bruder, seine Schwester und ein ehemaliger Finanzchef der Unternehmensgruppe, sollen Schäden in Millionenhöhe verursacht haben, indem sie internationalen Energiekonzernen ausgedachte Windparks verkauft haben. Bislang hatten die Angeklagten, Holt eingeschlossen, geschwiegen.

Land Niedersachsen gehört zu den Gläubigern

Zu der Unternehmensgruppe sollen mehrere Firmen gehören. Zwei davon seien 2019 von Osnabrück aus nach Bautzen verlegt worden, wie ein Zeuge vor Gericht aussagte. Beide Gesellschaften seien mit zusammen mehr als 7,6 Millionen Euro in die Insolvenz gegangen. Zu deren Gläubigern soll demnach das Land Niedersachsen gehören. Der zuletzt im Handelsregister benannte Geschäftsführer, der nicht auf der Anklagebank sitzt, soll dem Zeugen zufolge angegeben haben, nichts von dem Posten gewusst zu haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.11.2021 | 12:00 Uhr

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