Stand: 16.04.2019 19:30 Uhr

Gärtnerei: Verdacht auf verseuchte Erde bestätigt

Der Verdacht auf verseuchte Gartenerde hat sich bestätigt: In zwei Gartenbau-Betrieben ist nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen der Wirkstoff Aminopyralid entdeckt worden. Dabei handelt es sich um den Bestandteil eines Herbizids. Das sagte ein Sprecher des Gartenbaurings Oldenburg. Bereits zuvor war vermutet worden, dass die Erde durch ein Herbizid, das gegen Disteln und Jakobskreuzkraut eingesetzt wird, verunreinigt worden ist. Insgesamt fünf betroffene Gärtner haben sich bislang beim Gartenbauring Oldenburg gemeldet.

Gärtner Detlef Sander

Vergiftete Erde verursacht Schäden in Gärtnerei

Hallo Niedersachsen -

Eine Gärtnerei in Zetel im Landkreis Friesland hat von einem Händler Pflanzenerde bezogen, die mit Herbiziden belastet war. Der Schaden ist groß - und es gibt noch mehr Betroffene.

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Woher kommt das Herbizid?

Nun soll geklärt werden, woher die Verunreinigung kommt und wie sie in die Anzuchterde für die Gärtnereien gelangen konnte, sagte Detlef Sander, einer der betroffenen Gärtner. Eventuell könnte am Ende sogar Strafanzeige gegen den Vertreiber der Erde gestellt werden. Sander rechnet mit einem Schaden von bis zu 50.000 Euro für seinen Betrieb. Sonnenblumen, Petunien und Tomaten sind klein und kümmerlich, die Blätter rollen sich ein. 7.000 Tomaten-Setzlinge hat Sander nach eigenen Angaben bereits entsorgen müssen.

Gärtner muss Tausende Pflanzen umtopfen

Zum direkten finanziellen Schaden kommt die zusätzliche Arbeit hinzu. Detlef Sander muss nun Tausende Sommerblumen in seinem Gewächshaus umpflanzen. "Es bleibt nur noch der Setzballen von der Jungpflanze, so wie wir die angeliefert gekriegt haben." Die verkümmerten Triebe müssen zudem von Hand ausgeknipst und die Wurzelballen gereinigt werden. Dann kommen sie in neue, frische Erde. Erste Erfolge bei bereits umgetopften Pflanzen sehe man schon. Ob die Blumenampeln allerdings bis zum Muttertag blühen, bezweifelt Sander.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 16.04.2019 | 17:00 Uhr

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