Stand: 10.06.2020 09:22 Uhr

Friesoythe: Biogasanlage stößt auf Widerstand

Eine Biogasanlage. © NDR Foto: Ania Schaal
Im benachbarten Saterland gibt es Widerstand gegen eine Biogasanlage in Friesoythe. (Themenbild)

Der Friesoyther Hafenzweckverband hat am Dienstagabend beschlossen, Hafen-Grundstücke an zwei Firmen aus Friesoythe (Landkreis Cloppenburg) und Münster (Nordrhein-Westfalen) zu verkaufen. Die beiden Investoren wollen auf dem Gelände eine Biogasanlage und eine Dünge-Produktion bauen. Jährlich sollen hier rund zwei Millionen Tonnen Gülle verarbeitet werden. Der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg (CDU), sieht darin ein wegweisendes Projekt. Aus der Nachbargemeinde Saterland allerdings kommt Widerstand.

Bürger sollen befragt werden

Saterlands Bürgermeister Thomas Otto (parteilos) fordert eine Bürgerbefragung zum Bau der Industrieanlage. Denn schließlich führen dann täglich rund 360 mit Gülle beladene Lastwagen durch die Orte in der Umgebung, um die Anlagen zu beliefern, sagt Otto, der an der Sitzung am Dienstagabend nicht teilgenommen hat. Und auch die geplante Entsorgung des anfallenden Abwassers sieht er kritisch. Es soll über eine Pipeline in die Sagter Ems, einen kleinen Fluss im Landkreis, eingeleitet werden. Der Verlauf der Pipeline sei über Saterländer Gebiet geplant, so Otto. Das sei aber noch nicht genehmigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 10.06.2020 | 08:00 Uhr

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