Stand: 24.07.2020 14:34 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Fischsterben: LAVES-Bericht bringt keine Klarheit

Auch eine Untersuchung des LAVES hat das Fischsterben an der Nordsee nicht aufklären können. (Archivbild)

Das Fischsterben Anfang Juni in der Elbmündung und im schleswig-holsteinischen Wattenmeer bleibt weiter ungeklärt. Das zuständige Landesamt für Verbraucherschutz- und Lebensmittelsicherheit (LAVES) kommt in seinem am Freitag vorgelegten Abschlussbericht zu keinem eindeutigen Ergebnis. Ende Juni waren Tausende toter Jungfische wie Heringe und Stinte im Wattenmeer und in der Elbmündung vor Cuxhaven und Otterndorf angeschwemmt worden.

Welche Rolle spielt die Elbvertiefung?

Die Untersuchungen an den Kadavern der Jungheringe hätten ergeben, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weder Infektionserkrankungen noch giftige Algen, zu wenig Sauerstoff oder Nahrungsmangel primär für das Fischsterben verantwortlich sind, heißt es im Abschlussbericht. Auch zu den Vermutungen, dass Baggerarbeiten in der Elbe die Ursache sein könnten, äußerte sich das LAVES zurückhaltend. Dies könne allein aufgrund der Befunde bei den aufgefundenen Jungheringen nicht beantwortet werden. Die Untersuchungen hätten auch keinen Aufschluss darüber gegeben, ob die Tiere, denen zum Teil der Kopf vom Rumpf abgetrennt worden war, vor oder nach dem Tod diesen mechanischen Einwirkungen ausgesetzt waren.

Cuxhavens Oberbürgermeister für strengere Kontrollen

Trotz der Analysen und Untersuchungen fordert Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD) weitere Aufklärungsarbeit. Leider könne das Gutachten nicht endgültig ausschließen, dass auch die Elbvertiefung zum Fischsterben beiträgt, so Santjer. "Unabhängig von der jetzigen Situation muss die Elbe mit dem Wattenmeer noch intensiver überprüft, kontrolliert und die Tierwelt besser geschützt werden, damit ein solches Massensterben von Fischen künftig verhindert wird."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 24.07.2020 | 13:00 Uhr

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