Vor dem Eingang eines Gebäudes steht ein Schild mit der Aufschrift Landgericht Oldenburg. © NDR Foto: Julius Matuschik

Ferkel erschlagen: Geldstrafen für Zevener Zuchtbetrieb

Stand: 07.07.2021 16:04 Uhr

Das Landgericht Oldenburg hat den Betreiber einer Ferkelzucht in Zeven im Landkreis Rotenburg und eine Mitarbeiterin wegen Tierschutzverstößen verurteilt. Beide müssen Geldstrafen zahlen.

Die Urteile wurden aufgrund einer Anzeige des Deutschen Tierschutzbüros aus dem Jahr 2017 gesprochen. Die Mitarbeiterin des Betriebs in Zeven muss 1.200 Euro zahlen, den Betreiber der Anlage verurteilte das Landgericht Oldenburg zu einer Geldstrafe von 3.000 Euro. Die Tierschützer hatten damals mit versteckten Kameras in den Anlagen des Großbetriebs gefilmt und dabei verschiedene Missstände dokumentiert - unter anderem wie die nun verurteilte Frau kranke und verletzte Ferkel auf dem Boden totschlug, anstatt sie sachgerecht töten zu lassen. Das war der Hauptvorwurf in diesem Prozess.

Tierschützer zeigen sich zufrieden mit dem Urteil

Ein Sprecher des Deutschen Tierschutzbüros wertete die verhängten Geldstrafen als Erfolg. In 99 Prozent der Fälle würden Täter für solche Taten nicht zur Rechenschaft gezogen, hieß es. Die Organisation hatte das Bildmaterial im Sommer 2017 veröffentlicht und Anzeige erstattet. Das Verfahren war ein Jahr später zunächst eingestellt worden. Dagegen hatten die Tierschützer Beschwerde eingelegt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 07.07.2021 | 15:00 Uhr

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