Stand: 31.03.2020 11:07 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Erhöhte Sicherheitsauflagen in Friesland Kliniken

Stopp-Zeichen am Eingang einer Klinik
Die Friesland Kliniken erhöhen wegen des Coronavirus ihre Schutzmaßnahmen. (Themenbild)

Wegen der Coronavirus-Pandemie können Patienten, Besucher, Lieferdienste und Handwerker die Gebäude des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch in Sande und des St. Johannes-Hospitals in Varel ab Mittwoch nur noch betreten, wenn sie vorher unter anderem einige Fragen zu ihrer Gesundheit beantworten. Das teilte die Leitung der Friesland Kliniken mit, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

Interviews und Temperatur-Kontrolle

Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes würden diese Personengruppen zur Risikoabschätzung nach einem festgelegten Fragenkatalog interviewen. So werde zum Beispiel überprüft, ob jemand Merkmale einer Erkältung hat oder in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einem Coronavirus-Erkrankten hatte. Außerdem werde bei allen per Infrarot kontaktlos die Körpertemperatur gemessen. Gibt es Auffälligkeiten, werde der Zutritt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen nur gewährt, wenn zuvor Rücksprache mit der zuständigen Fachabteilung, Ambulanz oder Praxis gehalten wurde und diese zustimmt.

Klinik-Chef: "Risiko so gering wie möglich halten"

Darüber hinaus werde auch bei jedem Mitarbeiter, der eines der Krankenhausgebäude betreten möchte, die Körpertemperatur gemessen. Liege sie über 37,8 Grad Celsius, dürfe der Mitarbeiter die Klinik nicht betreten. "Wir versuchen so, Infizierte möglichst früh zu erkennen. Selbst, wenn wir nicht alle Erkrankten rechtzeitig finden können, bewirken wir mit diesen Maßnahmen, dass sich die Ausbreitung des Erregers in der Bevölkerung verlangsamt", erklärte Frank Germeroth, Geschäftsführer der Friesland-Kliniken. "Wir sehen uns in der Verantwortung, alles zu tun, um das Risiko einer Ansteckung für unsere Patienten und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten."

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 31.03.2020 | 08:30 Uhr

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