Ein Windpark: Windräder vor bewölktem Himmel. © picture alliance Foto: Jochen Tack

Energiekonzern EWE will bis 2035 klimaneutral sein

Stand: 07.12.2020 13:07 Uhr

Der Oldenburger Energieversorger EWE hat sich zum Ziel gesetzt, seine CO2-Emissionen stark zu reduzieren - und bis 2035 klimaneutral zu sein. Dafür will der Konzern sieben Milliarden Euro investieren.

"Wir setzen zukünftig auf erneuerbare und klimafreundliche Energien. Aus der Kohleverstromung in Bremen steigen wir bald aus", sagte der EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler am Montag. Mehr als die Hälfte der Milliardensumme solle in den Ausbau der Energienetze und der erneuerbaren Energien fließen. So will der Konzern etwa in Onshore-Windanlagen, Wasserstofflösungen für die Industrie, energieeffiziente Dienstleistungen und Produkte sowie in nachhaltige Mobilitätslösungen für Kunden investieren.

Nur in Ausnahmefällen Treibhausgas-Emissionen

Soweit wie möglich will EWE nach eigenen Angaben seine Treibhausgas-Emissionen senken. Sollte der Konzern in Ausnahmefällen doch umweltschädliches CO2 ausstoßen, wolle er diese Emissionen kompensieren - also Geld an klimafreundliche Projekte zahlen, mit denen an anderer Stelle Treibhausgase reduziert werden. "Wir stellen uns als Unternehmen neu auf, haben ein konkretes Ziel und denken Klimaschutz und Klimaneutralität bei allen Entscheidungen konsequent mit", versprach Dohler.

Investition in Digitalisierung für Energiewende

Dafür, dass ganze Regionen klimaneutral werden können, ist aus Sicht des Konzerns die Digitalisierung eine entscheidende Grundlage. In diesem Bereich will EWE über das Gemeinschaftsunternehmen Glasfaser Nordwest eine Milliarde Euro investieren. "Es ist jetzt unsere Aufgabe, die Digitalisierung voranzutreiben und die klimaneutrale Energiewende anzugehen", so Dohler.

EWE setzt auf Onshore-Windenergie

Jüngst hatte sich EWE von seinem Tochterunternehmen EWE Offshore Service & Solutions GmbH getrennt und angekündigt, sich künftig auf den Ausbau von Windenergie an Land konzentrieren zu wollen. Weil das Offshore-Geschäft am stärksten in den USA und Asien wachse, wolle EWE nicht mehr in diese Sparte investieren, hieß es. Mit mehr als 8.800 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von rund 5,7 Milliarden Euro ist EWE eines der größten kommunalen Unternehmen Deutschlands.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.12.2020 | 12:00 Uhr

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