Stand: 11.10.2017 19:47 Uhr

Elb-Link Reederei setzt Fährbetrieb wieder aus

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Seit Dienstag liegt das einzig verbliebene Fährschiff der Reederei Elb-Link am Anleger (Archivfoto).

Die Fährverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel wird offenbar wieder zum Problemfall. Nach zuletzt fünf Monaten, in denen der Betrieb regelmäßig lief, fahren seit Dienstag keine Fähren mehr. Das nach den wirtschaftlichen Turbulenzen einzig verbliebene Fährschiff liegt am Anker. Auf der Homepage des Fährbetreibers Elb-Link wird auf eine "technische Störung" verwiesen. Gleichwohl scheint die Reparatur des Fährschiffs nicht das einzige Problem der Reederei zu sein. In einer Pressemitteilung räumt Elb-Link ein, dass der Fortbestand der Fährverbindung "über den Spätherbst" hinaus nicht sicher sei.

Elb-Link: Öffentliche Förderung oder Investor nötig

Das Unternehmen spricht von einer Interimslösung und betont, dass eine nachhaltige Fortführung nur im regelmäßigen Pendelverkehr mit mindestens zwei Schiffen erfolgreich laufen könne. "Um langfristig schwarze Zahlen" schreiben zu können, seien finanzstarke Investoren oder eine öffentliche Förderung notwendig, so Elb-Link. Eine solche Übernahme von Teilen der Betriebskosten aus Steuergeldern war in der Vergangenheit sowohl in Niedersachsen, als auch von Schleswig-Holstein immer abgelehnt worden.

Insolvenzantrag im Februar

Ende Februar hatte die Elb-Link-Reederei den Betrieb seiner beiden Schiffe "Anne-Marie" und "Grete" eingestellt und stellte einen Insolvenzantrag. Im Insolvenzverfahren wurde eine neue Betreibergesellschaft gegründet, die den Fährverkehr verantwortet - unter altem Namen, aber nur noch mit einem Schiff. Bis Mitte August war die "Grete" im Einsatz, dann übernahm das Schwesternschiff "Anne-Marie".

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 11.10.2017 | 12:00 Uhr

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