Stand: 04.08.2020 11:43 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

EU-Einsatz: Fregatte "Hamburg" ausgelaufen

Eine Frau beobachtet das Auslaufen der Fregatte "Hamburg" in Wilhelmshaven. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt
Die Fregatte "Hamburg" ist von Wilhelmshaven zu einem fast fünfmonatigen Mittelmeer-Einsatz vor der Küste Libyens ausgelaufen.

250 Soldatinnen und Soldaten sind am Dienstagvormittag von Wilhelmshaven aus zu ihrer Mission vor der libyschen Küste gestartet. An Bord der Fregatte "Hamburg" beteiligen sie sich am EU-Einsatz "Irini". Zu ihren Aufgaben gehört es, das vom UN-Sicherheitsrat verhängte Waffenembargo für Libyen durchzusetzen, Informationen über illegale Ölexporte zu sammeln und Schleuserkriminalität zu unterbinden. Es ist das erste Mal, dass sich ein deutsches Marineschiff dem Verbund anschließt. Bisher war die Marine nur mit einem Seefernaufklärungs-Flugzeug vom Typ P-3C Orion aus Nordholz (Landkreis Cuxhaven) an der EU-Mission beteiligt.

Handelsschiffe und Fischerboote kontrollieren

Der Einsatz ist politisch umstritten und nicht ungefährlich, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Illegaler Waffenhandel aus der Türkei, Saudi-Arabien und Russland soll unterbunden werden. Deshalb werden im Einsatzgebiet vor der afrikanischen Küste Handelsschiffe und Fischerboote kontrolliert. Fregattenkapitän Jan Fitschen ist sich nach eigenen Angaben sicher, dass die Bundeswehr einen wirksamen Beitrag zu der EU-Mission leisten kann. Er sprach von einem Einsatz auf politisch und operativ schwierigem Terrain.

Kein Landgang in den kommenden Monaten

Mitte August wird die Fregatte "Hamburg" im Einsatzgebiet eintreffen. Der zweiwöchige Transit gilt als Corona-Quarantäne. Jedes der 250 Besatzungsmitglieder wird laut Marine zweimal auf Covid-19 getestet. Das Schiff soll insgesamt viereinhalb Monate im Mittelmeer bleiben. Landgang wird es zum Schutz vor Corona während dieser Zeit nicht geben.


06.08.2020 12:14 Uhr

Hinweis der Redaktion: Wir hatten zunächst fälschlicherweise berichtet, die Bundeswehr sei bislang mit einem Hubschrauber zur Seefernaufklärung im Einsatz gewesen. Tatsächlich handelte es sich um ein Flugzeug vom Typ P-3C Orion. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.08.2020 | 11:00 Uhr

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