Stand: 02.02.2020 13:00 Uhr

Die Häfen und der Brexit: Ruhe nach dem Sturm

Großbritannien tritt aus der EU aus - und niemanden juckt es? Zumindest geben sich die Betreiber der Häfen in Niedersachsen und Bremen betont gelassen angesichts des Brexits. "Da kräht gerade kein Hahn nach", sagte etwa Oliver Fuhljahn, Leiter Automobile Logistik des Cuxhavener Hafendienstleister Cuxport. Er vermute, das Thema nun durch sei - immerhin gelte eine Übergangsfrist bis 31. Dezember 2020, in der sich fast nichts ändere.

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Nahaufnahme von der Uhr des Big-Ben-Glockenturms in London.
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Erst mal keine Brexit-Folgen für Niedersachsen

Wie sich der Brexit auf die Handelsbeziehungen von Niedersachsen mit Großbritannien auswirkt, ist abzuwarten. In der Übergangszeit bis Ende des Jahres ändert sich aber erst mal nichts. 2 Min

Verschiebungen sorgen für bessere Vorbereitung

Nachdem der Brexit mehrmals verschoben worden sei, hätten sich inzwischen alle Beteiligten auf mögliche Zollabfertigungen vorbereitet. Der Handel mit Großbritannien werde künftig ähnlich ablaufen wie der mit Norwegen und Island, sagte Fuhljahn. Mit den beiden Nicht-EU-Ländern wickelt Cuxport bis zu zehn Prozent seines Warenverkehrs ab - bis zu 80 Prozent mit Großbritannien. Mehrmals wöchentlich verkehren Frachtschiffe zwischen Cuxhaven und den britischen Häfen Immingham, Harwich und Southampton. 

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Rot angestrichen im Kalender ist der Termin 29. März 2019 zu sehen. Drum herum liegen Scrabble-Steine, die das Wort Brexit bilden. © dpa picture alliance Foto: Winfried Rothermel

Brexit: Großbritannien, die EU und der Austritt

Großbritannien hat die EU verlassen. Weitere Informationen und Hintergründe zum Thema gibt es bei tagesschau.de. extern

Keine "dramatischen Auswirkungen" erwartet

Im Bremerhavener Überseehafen und im Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven spielen Containerschiffe aus und nach Großbritannien keine größere Rolle. Mit "dramatischen Auswirkungen" des Brexits rechnet der Hafenbetreiber Bremenports daher nicht. Der Terminalbetreiber Eurogate gewinnt dem Brexit sogar Positives ab: "Sollte der Brexit Warenströme verändern, so sehen wir darin mehr Chance als Risiko, denn unsere Terminals stehen im Falle eines reduzierten Anlaufs britischer Häfen als Alternative zur Verfügung", sagte ein Sprecher.

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Puzzlestücke mit britischem, europäischem und niedersächsischem Flaggensymbol. © Fotolia.com Foto: Pixelbliss, moonrun

Brexit: Jetzt ist er da. Was heißt das für uns?

Der Brexit ist nun Wirklichkeit. Was bedeutet das für Niedersachsen? Bis Ende 2020 gilt eine Übergangsphase. Bleibt für uns also erst einmal alles beim Alten? (01.02.2020) mehr

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Aktuell | 02.02.2020 | 12:00 Uhr

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