Stand: 17.05.2018 07:24 Uhr

Delmenhorster Wollepark soll schön grün werden

Eine Wiese liegt dort, wo im vergangenen Jahr noch Hochhäuser abgerissen wurden - im Delmenhorster Wollepark. Die "Problemhäuser" des Wohnviertels mit den Nummern 11 und 12 stehen zwar noch, doch dort lebt seit Ende 2017 niemand mehr. Den rund 350 Bewohnern war im Frühjahr 2017 wegen offener Rechnungen der Stadtwerke Wasser und Gas abgestellt worden. Der soziale Brennpunkt hat sich geleert - und die Stadt will ihn nun zu einem grünen Viertel aufwerten.

Hochhäuser des Wolleparks in Delmenhorst.

Wollepark: Alte Probleme und neue Pläne

Hallo Niedersachsen -

Eine Machbarkeitsstudie soll zeigen, ob die Pläne für den Wollepark in Delmenhorst umsetzbar sind. Außerdem gibt es noch viele Streitpunkte zwischen Stadt und Eigentümern.

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Stadt will Viertel komplett umkrempeln

Die große Mehrheit der Delmenhorster Ratsmitglieder ist dafür, die mögliche Zukunft des Wolleparks auszuloten: Der Rat hat am Dienstagabend für eine Machbarkeitsstudie gestimmt. Diese soll zeigen, ob die Pläne der Stadtverwaltung umsetzbar sind: eine städtische Kita ist vorgesehen, außerdem Wohnhäuser und Büros sowie eine Verschönerung der Parkanlage. Die Studie wird voraussichtlich 10.000 Euro kosten. Delmenhorsts Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) hofft, dass schon im kommenden Jahr gebaut werden kann.

Viele Streitpunkte zwischen Stadt und Eigentümern

Geht es nach der Stadt, verschwinden auch die Häuser 11 und 12. Doch dafür müsste erst eine Einigung mit den rund 50 Eigentümern erreicht werden. Die schulden den Stadtwerken noch etwa 70.000 Euro. Und sie wollen die heruntergekommenen Häuser sanieren, sagt Hausverwalter Matthias Volkmer - es sei denn, die Stadt erhöhe ihr Kaufangebot. Uneinigkeit herrscht zudem über nicht unerhebliche weitere Kosten: Aus Brandschutz-Gründen hatte die Stadt in den Häusern 11 und 12 eine Brandwache eingesetzt. Rund 150.000 Euro hat die verschlungen - das sei überzogen, argumentieren die Eigentümer. Sie wollen den Betrag nicht zurückzahlen. Mit dieser Auseinandersetzung wird sich möglicherweise ein Gericht beschäftigen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 15.05.2018 | 17:00 Uhr

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