Ein Kettenkarussel auf dem Hamburger Dom in der Dämmerung. © NDR Foto: Gitte Alpen

Corona in Westniedersachsen: Kein "Gallipark", dafür "LaOLa"

Stand: 01.10.2020 13:51 Uhr

Ob eine Kommune Veranstaltungen wie "Gallipark" und "LaOLa" als Risiko oder als Chance sieht, entscheidet sie weitgehend selbst. Das zeigen Beispiele aus Westniedersachsen und Bremen.

Die Stadt Leer hat den "Gallipark", der als Corona-konforme Alternative zum Gallimarkt geplant war, abgesagt. Der Markt- und Verwaltungsausschuss hatte am Mittwochabend mit knapper Mehrheit dagegen gestimmt. Bereits vergangene Woche hatte die Gruppe aus SPD und Die Linke wegen steigender Fallzahlen angekündigt, die Veranstaltung abzusagen. In Bremen steht der statt des Freimarkts geplante "Freipark" auf der Kippe. In der Hansestadt ist der erste Corona-Grenzwert überschritten worden. Der sogenannte Inzidenz-Wert liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 36,4. Ab einem Schwellenwert von 35 neuen Fällen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sollen die Maßnahmen verschärft werden. Der Senat will heute entscheiden, ob der "Freipark" und das Werder-Spiel am Wochenende wie geplant stattfinden.

Oldenburger feiern "LaOLa" statt ihres Kramermarktes

In Oldenburg läuft unterdessen seit zwei Wochen die Kirmes "LaOLa". Statt für das Volksfest Kramermarkt hatten sich die Verantwortlichen dieses Jahr für die kleinere Alternative an den Weser-Ems-Hallen entschieden. Angesichts einer Inzidenz von 6,5 im Stadtgebiet steht der Veranstaltung, die noch bis zum 11. Oktober laufen soll, nichts entgegen. "'LaOLa' wird gut angenommen und es gab keine Auffälligkeiten", sagte Stadtsprecher Stephan Onnen am Donnerstag zu NDR.de. Um die Einhaltung der Corona-Regeln zu gewährleisten, hätten sich Ordnungsamt und Schausteller auf mehr Security-Personal auf dem Festgelände verständigt.

Zahlen in Cloppenburg und Friesland sinken

In den beiden Landkreisen, die jüngst noch den zweitstärksten Anstieg landesweit zu verzeichnen hatten, entspannen sich die Zahlen aktuell. In Cloppenburg sank die Inzidenz von 42,8 am Mittwoch auf 34,8 am Donnerstag, in Friesland von 30,4 auf 24,4. Letzterer Landkreis hatte am Dienstag vorsorglich für sämtliche Schulen das sogenannte Szenario B angeordnet. In den Klassen werden wieder zwei Gruppen gebildet, die abwechselnd in der Schule und zu Hause unterrichtet werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 01.10.2020 | 08:30 Uhr

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