Hinweisschilder stehen vor dem Restaurant "Alte Scheune". © dpa-Bildfunk Foto: Lars-Josef Klemmer/dpa

Corona in Restaurant: Justiz ermittelt noch immer

Stand: 16.04.2021 08:29 Uhr

Im Mai 2020 hat ein Corona-Ausbruch in einem Restaurant im Landkreis Leer, in dessen Folge zwei Menschen starben, für Aufsehen gesorgt. Die Justiz ermittelt weiter wegen fahrlässiger Tötung.

Mittlerweile seien die Zeugenbefragungen abgeschlossen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Aurich. Da es aber viele Befragungen gegeben habe, dauere die Auswertung länger. Der Verdacht richte sich weiter gegen unbekannt, einen konkreten Beschuldigten gebe es nicht, betonte der Sprecher. Ein schuldhaftes Verhalten könne etwa dann bestehen, wenn eine Person zu der Feier gegangen sei, obwohl sie vorher schon verdächtige Symptome aufwies. Wie das Verfahren ausgehe, sei derzeit noch nicht abzusehen, so der Sprecher.

Mehr als 30 Gäste infiziert

Bei der Feier zur Neueröffnung eines Restaurants am 15. Mai 2020 in Moormerland hatten sich mehr als 30 von 50 Gästen mit dem Coronavirus infiziert - zwei von ihnen starben später. Etwa 200 Menschen mussten damals in Quarantäne, darunter auch Mitarbeitende der Meyer Werft in Papenburg. Der Restaurantbetreiber betonte mehrfach, er habe stets alle Hygienerichtlinien in Bezug auf das Coronavirus befolgt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 16.04.2021 | 13:30 Uhr

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