Stand: 03.09.2020 20:00 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Corona: Seehäfen schlagen deutlich weniger um

Der Seehafen in Papenburg aus der Luft. © Stadt Papenburg
Insgesamt verzeichneten die Seehäfen einen Rückgang beim Umschlag um elf Prozent. (Archivbild)

Die neun Seehäfen in Niedersachsen haben im ersten Halbjahr 2020 insgesamt deutlich weniger umgeschlagen. Der Rückgang lag bei elf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das teilte die landeseigene Betreibergesellschaft Seaports of Niedersachsen mit. Grund ist die Corona-Pandemie. Niedersachsen betreibt die Seehäfen Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven.

Rückgang vor allem beim Autotransport

24 Millionen Tonnen Güter wurden den Angaben zufolge über die Häfen verschifft. Im ersten Halbjahr 2019 waren es 27 Millionen Tonnen gewesen. Den stärksten Rückgang im Vergleich der Warengruppen verzeichneten demnach die Autotransporte über Emden und Cuxhaven - hier habe es ein Minus von 39 Prozent gegeben. In Cuxhaven sei der Umschlag aller Güter fast um die Hälfte zurückgegangen.

JadeWeserPort: 38 Prozent weniger Container umgeschlagen

Weniger betroffen von den Unterbrechungen des Handels durch Corona waren Stade, Oldenburg und Papenburg, wie Seaports of Niedersachsen weiter mitteilte - hier habe es sogar ein leichtes Plus gegeben. Schlusslicht ist der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet: Dort ging der Containerumschlag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 38 Prozent zurück.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 04.09.2020 | 06:30 Uhr

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