Stand: 08.05.2020 21:57 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Corona: Althusmann will Meyer Werft helfen

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Die Corona-Pandemie trifft auch die Papenburger Meyer Werft, die auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen spezialisiert ist, hart. (Themenbild)

Nur ein paar Wochen ist es her, da war die Welt auf der Meyer Werft noch in Ordnung: Die Kreuzfahrt-Industrie boomte, und die Papenburger Meyer Werft verzeichnete einen Auftrag nach dem anderen in ihren Büchern. Dann kam das neue Coronavirus - und brachte die ganze Branche zum Stillstand. Wann Kreuzfahrten wieder möglich sind, ist ungewiss. Seit Anfang Mai sind die Beschäftigten der Werft in Kurzarbeit, das Unternehmen hat bereits Stellenabbau angekündigt. Ein Runder Tisch unter Leitung von Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) war sich am Freitag einig, den Werftstandort an der Ems auf alle Fälle zu erhalten.

Land fühlt sich zuständig - Hilfe für Meyer Werft

Niedersachsen 18.00 -

Teilnehmer des Runden Tisches wollen die Meyer Werft aus ihrem Abwärtsstrudel retten. Ein Streitpunkt bleibt aber die Verlegung des Firmensitzes in die Steueroase Luxemburg.

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Nur mit harten Einschnitten durch die Krise?

"Es geht jetzt darum, gemeinsam daran mitzuwirken, der Meyer Werft eine tragfähige Zukunftsperspektive zu geben", sagte Althusmann bei dem Treffen in Hannover. Die Lage auf dem Kreuzfahrtmarkt sei dramatisch. Die Krise werde nur mit harten Einschnitten zu überwinden sein, sagte Meyer-Geschäftsführer Tim Meyer. Auch der Betriebsrat, die IG Metall, Landräte der Region und Politiker aus Land und Bund beteiligten sich am Runden Tisch.

Videos
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NDR Fernsehen: Hallo Niedersachsen

Corona-Krise: Was wird aus der Meyer Werft?

08.05.2020 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Hallo Niedersachsen

Die Corona-Krise hat der Kreuzfahrt-Branche massiv zugesetzt. Die Meyer Werft in Papenburg hat Stellenabbau angekündigt. Bei einem Krisengipfel wird über ihre Zukunft beraten. Video (03:38 min)

Weniger Leiharbeiter, Qualifizierungen für Stammbelegschaft

Die Forderung von Betriebsratschef Nico Bloem: die Zahl der Leiharbeiter verringern. Der Stammbelegschaft solle mit Kurzarbeit und Qualifizierungen geholfen werden. Der Bezirksleiter der IG Metall an der Küste, Daniel Friedrich, appellierte an alle Beteiligten, gemeinsam einen Weg zum Erhalt der Jobs auf der Werft zu finden. "Mittelfristig sehen wir auch für den Kreuzfahrtmarkt eine gute Perspektive", so Friedrich.

3.500 Mitarbeiter gehören zur Stammbelegschaft der Werft, ebenso viele sind über Werkverträge oder Leiharbeit beschäftigt.

CDU-Bundestagsabgeordnete: "Existenziell bedrohliche Lage"

Es sei eine existenziell bedrohliche Lage für die Meyer Werft und ihre Beschäftigten, hatte die CDU-Bundesabgeordnete Gitta Conneman aus Leer vorab im Gespräch mit NDR 1 Niedersachsen gesagt. Sie hatte auf den Runden Tisch gedrängt.

Grüne: Sitz der Werft darf nicht Luxemburg sein

Die Grünen im Landtag befürworten Hilfsangebote für die Werft. Für Landes- und Bundesmittel müsse die Werft aber ihren offiziellen Sitz von Luxemburg zurück nach Niedersachsen verlegen und einen Aufsichtsrat installieren, forderte Meta Janssen-Kucz von den Grünen.

Weitere Informationen

Corona: Ab Mai Kurzarbeit auf der Meyer Werft

17.04.2020 18:00 Uhr

Die Meyer Werft geht ab Mai wegen der Corona-Krise für zwei Monate in Kurzarbeit. Das ist das Ergebnis eines Schlichtungsgesprächs zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat. mehr

Meyer-Gruppe baut auf Werft Turku 450 Stellen ab

29.04.2020 10:30 Uhr

Bei der zur Papenburger Meyer-Gruppe gehörenden Turku-Werft werden 450 Mitarbeiter entlassen. Wegen der Corona-Krise soll die Produktion auf ein Schiff pro Jahr zurückgefahren werden. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 08.05.2020 | 17:00 Uhr

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