Der Schleppsaugbagger arbeitet im Hafen in Hamburg auf der Elbe. © picture alliance/dpa Foto: Daniel Reinhardt

Chinesische Firma will Elbe-Ausbaggerung übernehmen

Stand: 26.03.2021 14:33 Uhr

Eine chinesische Firma will sich an den Baggerarbeiten im Fahrwasser der Elbe zwischen Cuxhaven und dem Hamburger Hafen beteiligen. Es geht um einen 50-Millionen-Euro-Auftrag.

Dotiert mit dieser Summe ist die Ausschreibung der Wasser- und Schifffahrtsstraßenverwaltung des Bundes. Das Unternehmen aus Fernost könnte damit in einen lukrativen Markt vorstoßen - bisher teilen sich diesen belgische und niederländische Baggerfirmen. Inzwischen hat der Verband der Nassbaggereifirmen bereits beim Bundesverkehrsministerium angeklopft. Noch im März soll über die Beteiligung chinesischer Staatsunternehmen an der Ausschreibung des Cuxhavener Wasser- und Schifffahrtsstraßenamtes Elbe-Nordsee gesprochen werden. Der Bund fordert im Gegenzug faire Wettbewerbsbedingungen. Dazu gehöre, dass auch europäische Firmen auf dem chinesischen Markt arbeiten dürfen.

Grüne: Werden Arbeitsnormen eingehalten?

Nach Informationen des NDR in Niedersachsen hat das chinesische Angebot die bisherigen Preise in dem Millionengeschäft um bis zu ein Drittel unterboten. Scharfe Kritik kommt von den Grünen, die in einer Anfrage an die Landesregierung Klarheit über die öffentliche Ausschreibung schaffen wollen. Laut dem früheren Umweltminister Stefan Wenzel wäre es fatal, wenn Baggeraufträge an chinesische Staatsfirmen vergeben würden, die noch nicht einmal die wichtigsten Normen der internationalen Arbeitsorganisation einhalten. Die Cuxhavener Behörde gefährde mit ihrer Ausschreibung Arbeits-, Sicherheits- und Umweltstandards, so Wenzel. Das Ergebnis der Ausschreibung wird nicht vor Mitte April erwartet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.03.2021 | 12:00 Uhr

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