Stand: 15.11.2019 09:11 Uhr

Bund gibt Millionen: "Seute Deern" wird nachgebaut

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Der marode Bremerhavener Traditionssegler "Seute Deern" soll mit Geld vom Bund rekonstruiert werden.

Erst vor wenigen Wochen schien das Ende für den maroden Traditionssegler "Seute Deern" beschlossen: Ein Gutachten bescheinigte der "Seute Deern" einen "konstruktiven Totalschaden", Mitte Oktober beschloss der Stiftungsrat des Deutschen Schifffahrtsmuseums (DSM), dass die Bark abgewrackt wird. Begründung: Das Schiff zu sanieren, sei zu teuer. Nun hat sich der Wind für die "Seute Deern" gedreht: Der Dreimaster soll rekonstruiert werden. Das hat dem Bremerhavener SPD-Bundestagsabgeordneten Uwe Schmidt (SPD) zufolge der Haushaltsausschuss des Bundestages entschieden, wie das Regionalmagazin "buten un binnen" berichtet.

46 Millionen Euro vom Bund

Die entstehenden Kosten soll der Bund demnach vollständig übernehmen. Für die Rekonstruktion der "Seute Deern", die seit 1966 im Hafenbecken von Bremerhaven liegt, sowie weiterer Schiffe der Museumsflotte sollen insgesamt 46 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Laut Schmidt ist geplant, dass das 100 Jahre alte Schiff in einem Trockendock vor Ort rekonstruiert werden soll. Dabei sollen den Angaben zufolge möglichst viele Originalteile der "Seute Deern" verwendet werden. Welche Werft den Auftrag dafür bekomme, sei noch nicht entschieden.

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Traditionssegler "Seute Deern" wird abgewrackt

23.10.2019 19:30 Uhr

Der Stiftungsrat des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven hat entschieden, die marode "Seute Deern" abzuwracken. Teile des Segelschiffs sollen im Museum gezeigt werden. (23.10.2019) mehr

Zwischenfall am Mittwoch

Auf der "Seute Deern" hatte es Anfang des Jahres gebrannt. Im August war die Bark nach einem Wassereinbruch auf den Grund des Museumshafens abgesackt. Später wurde das Schiff zwar gehoben, doch es schwimmt derzeit nur dank mehrerer Pumpen, die täglich 4.800 Kubikmeter Wasser aus dem Rumpf leiten. Erst am Mittwoch war es wieder zu einem kleinen Zwischenfall im Zusammenhang mit der "Seute Deern" gekommen: Wegen eines Defekts eines Dieselaggregat, mit denen die Pumpen betrieben werden, lief Kraftstoff aus. Im Alten Hafen bildete sich darauf ein rund 200 Meter langer und etwa drei Meter breiter Ölteppich, der zu einem Feuerwehreinsatz führte.

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Gutachten: "Seute Deern" ist ein Totalschaden

Eine Sanierung der "Seute Deern" käme einem Gutachten zufolge einem Neubau gleich. Am Mittwoch berät das Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven, wie es mit dem maroden Segler weitergeht. (18.10.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 15.11.2019 | 07:30 Uhr

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