Stand: 19.12.2016 18:54 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Bund ändert Pläne für Weservertiefung

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Die Pläne für die Weservertiefung zwischen Brake und Bremen liegen vorerst auf Eis. (Archiv)

Über die Elbvertiefung wird derzeit noch einmal vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt. In Sachen Weservertiefung ist das Bundesverkehrsministerium dagegen am Montag teilweise zurückgerudert. Diese hatten die Leipziger Richter im September wegen planerischer Fehler für rechtswidrig erklärt, nachdem Naturschutzverbände geklagt hatten. Deshalb will die Wasserstraßenverwaltung des Bundes jetzt auf einen Teil der Weservertiefung verzichten: Die Weser soll zunächst nur zwischen Brake und Bremerhaven sowie Richtung Nordsee vertieft werden. Ein komplettes Ausbaggern bis Bremen ist damit erst einmal aufgeschoben.

Baggerarbeiten zwischen Brake und Bremen auf Eis gelegt

Zwischen Brake und Bremen soll an der Weser zunächst alles so bleiben wie es ist. In diesem Bereich seien die größten Konflikte mit dem Umweltschutz zu erwarten, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann am Montagmittag in Bremerhaven. Deshalb müssten zunächst rechtliche Probleme geklärt werden. Das Bundesverkehrsministerium habe sich daher entschlossen, die Baggerarbeiten zwischen Brake und Bremen zunächst auf Eis legen. "Damit sind wir schneller in den anderen beiden Bereichen und können die Flussvertiefung schneller der Wirtschaft und vor allem der Schifffahrt zur Verfügung stellen", sagte Ferlemann.

Beginn der Arbeiten zwischen Brake und Bremen frühestens 2020?

Mit dieser Entscheidung reagiert der Bund auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom September: Nach Auffassung der Richter hätte der Fluss in drei Planbereiche unterteilt werden müssen. Das hat der Bund nun nachgeholt. Die Vertiefung der ersten beiden Bereiche - bis Bremerhaven beziehungsweise Brake - soll bis zum Jahr 2020 genehmigungsreif, die vom Bundesverwaltungsgericht kritisierten Mängel in Sachen Umweltverträglichkeit beseitigt sein. Dann werden zunächst der Bereich zwischen Brake und Bremerhaven sowie die Außenweser bis zu einem Meter vertieft. Damit könnten dann Schiffe mit einem Tiefgang von 14,50 Meter den Hafen von Bremerhaven tideunabhängig ansteuern. Ferlemann rechnet damit, dass der dritte Bereich zwischen Brake und Bremen frühestens in 14 Jahren ausgebaggert werden kann.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 19.12.2016 | 17:00 Uhr

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