Stand: 09.04.2018 19:02 Uhr

Borkum: Teile von Windkraftanlage werden geborgen

Im Windpark "Alpha Ventus" hat sich die Hülle einer Gondel einer Windkraftanlage gelöst und ist ins Meer gestürzt. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag - doch die Bergung dauert noch an. Das sieben mal zwölf Meter große Teil war auf der Wasseroberfläche der Nordsee zerbrochen. Noch immer seien Fachleute vor Ort und bergen Glasfaserteile, sagte Christian Bartsch, Sprecher des Mitbetreibers EWE. Auch das Mehrzweckschiff "Scharhörn" soll helfen, Wrackteile aus der Nordsee zu ziehen. Das teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven mit.

Mehrzweckschiff birgt Kunststoffteile

Am Freitag hatte sich aus ungeklärter Ursache die Hülle der Gondel hinter den Rotorblättern gelöst. Das Mehrzweckschiff "Mellum" hat bereits die größten Kunststoffteile geborgen. Wie EWE mitteilte, müsse noch der Meeresgrund mit einem Spezialschiff gescannt werden, um auch gesunkene Teile zu orten. Eine Gefahr für die Umwelt bestehe nicht. Auch die Wege für die Schifffahrt würden nicht gestört.

Ursache des Vorfalls unklar

Wie sich die Hülle der Gondel lösen konnte, wollen Fachleute vor Ort klären. Auch die Bundespolizei untersucht den Fall. Fünf weitere Anlagen des gleichen Typs befinden sich vorsichtshalber im Leerlauf. "Alpha Ventus" hat als erster deutscher Offshore-Windpark 2010 seinen Betrieb aufgenommen. Neben EWE sind auch die Energieversorger E.ON und Vattenfall an dem Testfeld beteiligt.

Weitere Informationen

Offshore-Park "alpha ventus" mit gutem Ergebnis

Die Betreiber von "alpha ventus" sind mit dem Betriebsjahr 2015 zufrieden. Der Offshore-Windpark habe seit 2010 durchschnittlich doppelt so viel Stom produziert wie Onshore-Anlagen, hieß es. mehr

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 09.04.2018 | 18:00 Uhr

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