Stand: 06.09.2017 09:36 Uhr

Berlin zieht im Leeraner Miniaturland ein

Wer den Berliner Reichstag, das Schloss Bellevue oder das Brandenburger Tor bestaunen will, kann demnächst statt nach Berlin auch einfach nach Leer fahren. Demnächst gibt es dort im Miniaturland all diese Attraktionen im Maßstab 1:87 zu sehen. Die Betreiber der Leeraner Anlage haben für eine nach eigenem Bekunden "mittlere sechsstellige Summe" die Berliner Miniaturwelt "Loxx" übernommen. Durch den Zuwachs entsteht in Ostfriesland mit einer angestrebten Gesamtgröße von rund 2.000 Quadratmetern - davon 800 aus Berlin - die flächenmäßig größte Modellbauanlage der Welt. Die Anlage in Leer wäre damit noch einmal gut 500 Quadratmeter größer als das Miniatur Wunderland in Hamburg.

Der Berliner Alexanderplatz in einer Miniaturwelt. © NDR/RBB

Leer kauft Berliner Fernsehturm

Der Berliner Fernsehturm steht in Zukunft in Leer - allerdings nur in einer Miniatur-Version im Maßstab 1:87. Das Leeraner Miniaturland mausert sich zum größten seiner Art weltweit.

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20 Lastwagen bringen Berlin nach Leer

Der Umzug allerdings ist eine große logistische Herausforderung. Die Berliner Anlage wird in 180 Segmente zerteilt und dann mit 20 Lastwagen nach Leer gebracht. Nach Auskunft vom Betriebsleiter des Miniaturlands, Alexander Sänger, treffen seit Dienstag täglich zwei Lkw am Miniaturland ein. Ein großer Gabelstapler transportiert die durchschnittlich zweieinhalb mal drei Meter großen Segmente dann in die obere Halle des im vergangenen Jahr eröffneten Neubaus.

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Aufbau als große Herausforderung

"Das alles wieder zu einer funktionstüchtigen Anlage zusammenzubauen, wird sehr spannend werden", sagte Sänger im Gespräch mit NDR.de. "Die größte Herausforderung ist dabei zweifellos die Elektrik, denn für den Transport mussten Tausende Kabel zerschnitten werden." So eine Miniaturwelt sei leider nicht so einfach aufzustellen wie zum Beispiel ein Kühlschrank, betonte Sänger. Aus diesem Grund sei auch noch völlig offen, wann sich die ersten Besucher das Miniatur-Berlin anschauen können. "Wenn alles glatt läuft, können wir vielleicht in einem halben Jahr fertigwerden", so die Prognose des Betriebsleiters.

Oldenburger Brüder verkaufen das Miniatur-Berlin

Die Berliner Miniaturwelt "Loxx", die aus knapp 1.000 Gebäude und 200 Zügen besteht, war 2004 von den Oldenburger Brüdern Henrik und Stefan Göddeke eröffnet worden. Aus persönlichen und kaufmännischen Gründen haben sie sich entschlossen, die Anlage nach 13 Jahren zu verkaufen. Nachdem bei einer Versteigerung bei Ebay das hinterlegte Mindestgebot nicht erreicht wurde, wurden Gespräche mit dem Leeraner Miniaturland aufgenommen, das letztendlich den Zuschlag bekam.

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Dieses Thema im Programm:

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