Stand: 02.11.2019 16:26 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Behörden warnen große Schiffe vor Wattenmeerküste

Die mit Containern beladene "MSC Zoe" ist in der Nordsee unterwegs, nachdem sie im Sturm auf dem Weg vom belgischen Antwerpen nach Bremerhaven Ladung in der Nordsee verloren hat. © picture alliance/Nlcg-Phcgn/Netherlands Coast Guard/dpa Foto: Nlcg-Phcgn
Die "MSC Zoe" hatte Anfang Januar im Wattenmeer einen Teil ihrer Ladung verloren.

Aus der Havarie der "MSC Zoe" ziehen die Behörden in den Niederlanden erste Konsequenzen: Sie warnen vor Gefahren für große Schiffe in der Nähe der Wattenmeerküste. Nach Angaben des Untersuchungsrats für Sicherheitsfragen in Den Haag besteht das Risiko, dass große Schiffe den Meeresboden rammen könnten. Deshalb rät die niederländische Küstenwache Kapitänen dazu, die Nähe zur Wattenmeerküste bei schlechtem Wetter zu meiden. Das gilt für das sogenannte Verkehrstrennungsgebiet "Terschelling-Deutsche Bucht", das entlang der Linie der friesischen Inseln verläuft. Die Schiffe sollten dann besser eine andere Route nehmen, heißt es.

Abschlussbericht zur "MSC Zoe" 2020 fertig

Die Havarie der "MSC Zoe" wird derzeit untersucht. Ein Abschlussbericht soll im Frühjahr 2020 vorliegen. Das Containerschiff hatte Anfang Januar in stürmischer See mehr als 300 Container verloren. In den darauf folgenden Wochen wurde tonnenweise Plastikabfall an den ostfriesischen und niederländischen Inseln angeschwemmt. Auch Gefahrgut-Container waren über Bord gegangen.

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Die mit Containern beladene MSC Zoe ist in der Nordsee unterwegs und hat durch den Sturm auf dem Weg vom belgischen Antwerpen nach Bremerhaven Ladung in der Nordsee verloren. © dpa-Bildfunk Foto: Nlcg-Phcgn/Netherlands Coast Guard/dpa

Havarie "MSC Zoe": Ergebnisse erst 2020 erwartet

Zehn Monate nach der Havarie der "MSC Zoe" nahe Borkum ist die Ursache weiter unklar. Behörden in Deutschland, den Niederlanden und Panama ermitteln. Ergebnisse soll es 2020 geben. (24.10.2019) mehr

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 02.11.2019 | 16:00 Uhr

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