Stand: 10.04.2019 19:28 Uhr

Barnstorf: Umweltschützer beklagen Fracking

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In Barnstorf sollen Auflagen umgangen worden sein. (Themenbild)

Fracking, das Aufbrechen tiefer Gesteinsschichten, um an Erdgas zu gelangen, ist in Deutschland nach wie vor umstritten. Nach einem kurzzeitigen Verbot 2012 ist es seit 2016 unter Auflagen erlaubt. Doch genau diese Auflagen sollen in Niedersachsen von Fracking-Firmen umgangen worden sein, kritisiert der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU). Ein Beispiel dafür gebe es an der Bohrstelle Düste Z10 in Barnstorf im Landkreis Diepholz. Dort seien bei einem Vorgang im Januar 2019 kein sogenanntes wasserrechtliches Verfahren und keine Prüfung auf Umweltverträglichkeit durchgeführt worden. Zudem wurden die Bürger nicht beteiligt, beklagt die Umweltschutzorganisation. BBU-Sprecher Thorben Gruhl warnte bei NDR 1 Niedersachsen vor einem "rechtsfreien Raum".

Wintershall räumt Drucktest ein

Das durchführende Unternehmen Wintershall stritt auf Nachfrage des Senders die Vorwürfe ab. Es soll sich nicht um Fracking, sondern um einen Drucktest gehandelt haben. Ein Firmensprecher räumte gegenüber NDR 1 Niedersachsen aber ein, dass auch bei einem Drucktest Risse im Gestein entstehen und das Wasser, das in das Gestein gepresst wird, mit Stoffen versetzt ist. Welcher Art diese Stoffe sind, sagte der Sprecher nicht. Genau das aber kritisieren die Umweltschützer.

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Länder sollen selbst über Fracking entscheiden

Das lange angekündigte Fracking-Gesetz soll am Freitag verabschiedet werden. Die Große Koalition hat sich geeinigt: Die Länder sollen selbst über die Erdgas-Fördermethode entscheiden. (21.06.2016) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 10.04.2019 | 17:00 Uhr

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