Ein Schlauchboot der Feuerwehr. © Matthias Strauss Foto: Matthias Strauss

Badeunfälle im Norden: 30-Jähriger tot geborgen

Stand: 21.06.2021 16:30 Uhr

Polizeitaucher haben einen an einem Badesee im Landkreis Cloppenburg vermissten 30 Jahre alten Mann am Montag tot am Ufer gefunden. Es sei von einem Unglücksfall auszugehen, teilte die Polizei mit.

Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es demnach nicht. Allerdings werde der Leichnam zur Klärung der Todesursache obduziert. Der Vermisste war nach Erkenntnissen der Polizei zuletzt am Donnerstag am Ufer des Halener Badesees gesehen worden. Am Freitag wurde der Rucksack des Mannes in der Nähe des Sees entdeckt.

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Tote und Vermisste in Seen und in der Elbe

Im gesamten Norden ist es am Wochenende zu mehreren tragischen Badeunfällen gekommen. Ein 13 Jahre altes Mädchen ist am Sonntagvormittag im Einfelder See bei Neumünster tot aufgefunden worden. Ein 19-Jähriger konnte am Sonnabend nur noch tot aus dem Müssener See (Kreis Herzogtum-Lauenburg) geborgen werden. In Kollmar (Kreis Steinburg) wird direkt gegenüber des niedersächsischen Drochtersen (Landkreis Stade) seit Sonnabendnachmittag eine Neunjährige vermisst, die in der Elbe baden wollte. In der Elbe bei Hamburg-Blankenese gab es schon am Freitagabend einen Badeunfall. Vermisst wird seitdem ein 15-Jähriger. In Zusammenhang mit diesem Unfall ist am Sonnabendnachmittag ein 16-Jähriger niedergestochen und schwer verletzt worden. Bei dem Angreifer soll es sich um den 19-jährigen Bruder des Vermissten handeln.

Drei Kinder von der Polizei in Sicherheit gebracht

Glimpflich ging ein Fall in Nordenham (Landkreis Wesermarsch) aus. Ein Zeuge hatte beobachtet, dass drei unbeaufsichtigte Kinder an einer Buhne an der Weser bei ablaufendem Wasser spielten. Die Polizei brachte die Kinder in Sicherheit.

DLRG sieht sich nicht optimal vorbereitet

Die DLRG hat am Wochenende am Tankumsee im Landkreis Gifhorn den Ernstfall trainiert - und auf die mangelnde Vorbereitung hingewiesen. Die Rettungsschwimmer seien schlecht vorbereitet, weil sie ein Jahr lang nicht im Wasser trainieren konnten: Wegen der Corona-Pandemie waren die Hallenbäder geschlossen. Dies mache sich nun deutlich bemerkbar, sagte Gerrit Meisel von der DLRG Braunschweig dem NDR in Niedersachsen. Gerade jetzt in der Badesaison müsse aber jeder Griff intuitiv sitzen, vor allem wenn Schwimmer wiederbelebt werden müssten. Die DLRG habe einen Kraftakt vor sich, um einsatzfähig zu bleiben und auch den Nachwuchs endlich wieder auszubilden, so Meisel.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.06.2021 | 08:00 Uhr

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