Stand: 08.10.2018 14:41 Uhr

"AIDAnova"-Überführung: So stimmen die Bedingungen

Bei jedem Schiff, das die Meyer Werft in Papenburg verlässt, treibt die Kreuzfahrt-Fans eine Frage um: Wann klappt es mit der Überführung aus Papenburg in Richtung Eemshaven? So auch im Fall der jüngst ausgedockten "AIDAnova". Denn damit ein Schiff dieser Größe die Ems herunterfahren kann, müssen die "technischen und nautischen Bedingungen" stimmen, so Peter Hackmann, Sprecher der Meyer Werft.

Fluss wird aufgestaut

Was heißt das konkret? "Wir brauchen genügend Wasser in der Ems und wir müssen die richtigen Windbedingungen haben." Für den ausreichenden Wasserstand wird der Fluss mithilfe des Emssperrwerks aufgestaut - und manchmal dauert das etwas länger als ursprünglich geplant. Deshalb kommt es immer mal wieder zu einer kurzfristigen Verschiebung der Emspassage um eine Tide, wie auch diesmal bei der "AIDAnova". Niedrige Wasserstände wegen der monatelangen Dürren spielen in den Planungen des für die Stauung verantwortlichen Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) keine große Rolle. Der Großteil des Wassers stamme aus der Tide der Nordsee, so die Behörde zur "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Kräftige Böen können zum Problem werden

Beim Wind sind es besonders die Böen, die eine Schwierigkeit darstellen können. "Gerade wenn wir die Brücken in Weener und Leer und das Sperrwerk passieren, wären Böen absolut kontraproduktiv", so Hackmann. Extremer Wind, der kontinuierlich weht, werde erst ab Stärke 8 oder 9 zum Problem. Böen seien aber bereits ab Windstärke 5 oder 6 problematisch, insbesondere an der Nadelöhren. "Aber das ist für Montag nicht vorhergesagt", so Hackmann.

Um die Überführung zu erleichtern, ist die "AIDAnova" mit Windsensoren ausgestattet, sagt Werft-Kapitän Wolfgang Thos. "So bekommen wir sehr viele Daten, um die Situation optimal beurteilen zu können", sagt Kapitän Wolfgang Thos, der auch diesmal die Emsüberführung leiten wird..

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 05.10.2018 | 15:30 Uhr

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