75.000 Euro Spenden für Tornado-Opfer im Landkreis Aurich

Stand: 21.09.2021 10:20 Uhr

Nach dem Tornado im Landkreis Aurich sind rund 75.000 Euro Spenden zusammengekommen. Das Geld soll genutzt werden, um Häuser und Ställe wieder aufzubauen, die nicht oder nicht genug versichert sind.

"Wir haben eine große Unterstützung erhalten", sagt der Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Großheide, Fredy Fischer (CDU). Die Hilfsbereitschaft der Menschen sei beeindruckend. Der Tornado hatte vor rund einem Monat mehr als 50 Häuser sowie Einrichtungen der Gemeinde beschädigt oder zerstört.

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Betroffene können bis Anfang Oktober Anträge stellen

Nun soll das Geld möglichst gerecht an Geschädigte verteilt werden: Nach einer vom Rat verabschiedeten Spendenrichtlinie sollen 75 Prozent für beschädigte Wohnhäuser genutzt werden, die keinen oder keinen ausreichenden Versicherungsschutz hatten. Die restlichen 25 Prozent können für nicht ausreichend versicherte Ställe oder andere wirtschaftlich genutzte Gebäude verwendet werden. Betroffene können laut Fischer bis Anfang Oktober einen Antrag stellen. Ob das Geld ausreiche, sei unklar, so der Bürgermeister. "Der Gesamtschaden ist noch nicht bezifferbar, weil uns die Schäden der einzelnen Häuser nicht vorliegen."

700 Bäume beschädigt oder zerstört

Auch die Gemeinde selbst muss hohe Kosten tragen. Laut Fischer mussten unter anderem mehr als 700 Bäume gefällt oder zurückgeschnitten werden, auch Spielgeräte, Laternen und Fußwege wurden beschädigt oder zerstört. Derzeit gehe man von einem Schaden von weit über 100.000 Euro aus, "den die Gemeinde tragen muss und der nicht versichert ist", so der Bürgermeister. Fischer erwartet, dass die wesentlichen Arbeiten bis zum Frühjahr abgeschlossen sein werden.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 21.09.2021 | 06:30 Uhr

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