Stand: 04.02.2020 18:15 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

350 Hinweise nach möglichem Meteoritenfall

Eine Google Earth Karte zeigt die Flugbahn eines Feuerballs. © Uni Oldenburg
Die Flugbahn des Feuerballs ist hier deutlich zu erkennen.

Hunderte Personen haben sich bei der Universität Oldenburg gemeldet, nach dem am 18. Januar gegen 17.44 Uhr eine Feuerkugel über Nordwestdeutschland zu sehen war. Die Uni hatte daraufhin Zeugen des Naturphänomens gesucht. "Bisher gab es 300 Anrufe und 50 Mails von Personen, die die Feuerkugel gesehen haben", sagte Professor Björn Poppe, Strahlenphysiker an der Uni Oldenburg. "Unsere Wissenschaftler gehen davon aus, dass es unverglühte Teile gibt, die auf der Erde angekommen sind, einige Gramm schwer, also wahrscheinlich nur etwa so groß wie ein Kieselstein."

Funde werden mikroskopisch untersucht

Durch die Zeugenbeschreibungen soll der eventuelle Ort eines Meteoriteneinschlages eingegrenzt werden. Zehn Anwohner hätten möglicherweise Meteoritenteile gefunden, darunter seien aber auch Funde, die nichts mit der aktuellen Feuerkugel zu tun hätten, hieß es. Einige Funde werden nun elektronenmikroskopisch untersucht. Die Feuerkugel, eine besonders helle Sternschnuppe, wurde Poppe zufolge von einem etwa 30 Kilogramm schweren extraterrestrischen Objekt erzeugt.

Mit 45.000 km/h durchs All

Die Sternschnuppe sei von Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück) bis Friesoythe (Landkreis Cloppenburg über das Firmament gezogen. Nach den Berechnungen der Forscher trat der Meteor mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 45.000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre ein, die Lufthülle bremste das Objekt auf etwa 15.000 Kilometer pro Stunde ab. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es noch in der Atmosphäre explodierte.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 04.02.2020 | 17:00 Uhr

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