Stand: 01.06.2017 15:53 Uhr

22-jähriger Syrer in Oldenburg unter Mordverdacht

Nach der tödlichen Messerattacke in der Innenstadt von Oldenburg ist Haftbefehl gegen einen 22 Jahre alten Mann erlassen worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde er wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft genommen. Ein Begleiter des Mannes, der zunächst vorläufig festgenommen worden war, wurde wieder freigelassen. Ermittlungen haben laut Polizei ergeben, dass er nicht an der Tat beteiligt war.

Heftiger Streit mit blutigem Ausgang

Die beiden syrischen Asylbewerber sollen am Mittwoch gegen 18 Uhr mitten in der Oldenburger Fußgängerzone mit dem späteren Opfer in heftigen Streit geraten sein. Einer von ihnen zückte dann nach bisherigen Erkenntnissen ein Messer und stach auf den anderen ein. Der brach blutüberströmt zusammen und starb noch vor Ort. Die Polizei suchte mit mehreren Streifenwagen und einem Hubschrauber nach den flüchtigen Tätern - und konnte gegen 19 Uhr, knapp eine Stunde nach der Tat, die beiden Männer festnehmen.

Viele unfreiwillige Zeugen

Im Streit sei es um verschiedene religiöse Ansichten gegangen, mehr könne man noch nicht sagen, so Polizeisprecher Stephan Klatte. Viele Passanten - darunter zahlreiche Kinder - mussten die Tat direkt mit ansehen. Weil der in arabischer Sprache geführte Streit so lautstark war, liefen viele Menschen aus den Geschäften auf die Straße. Sie kamen später auch dem schwer verletzen Mann zu Hilfe, alarmierten Rettungskräfte und die Polizei. Einige Passanten versuchten der Polizei zufolge, bei dem 33-jährigen Syrer mit einem Tuch die starke Blutung zu stillen. Offenbar hatte der Mann mehrere Messerstiche in die Brust erlitten. Der Mann verlor das Bewusstsein, Reanimationsversuche des Notarztes blieben erfolglos.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 01.06.2017 | 17:00 Uhr

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