Stand: 15.06.2018 13:32 Uhr

Wo gibt es Parallelen zu den "Göhrde-Morden"?

Fünf Morde kann die Polizei Lüneburg dem mutmaßlichen Täter bei den sogenannten Göhrde-Morden, Kurt-Werner Wichmann, derzeit zuordnen - die Indizien sprechen dafür. Zudem besteht der "dringende Verdacht, dass Kurt-Werner Wichmann für eine Vielzahl weiterer Taten verantwortlich sein kann", wie eine Analyse des Landeskriminalamts ergeben hat. Unklar ist allerdings, wer die Toten sind und wo sie ermordet wurden. Um diese Fragen zu klären, bittet die Polizeidirektion Lüneburg sämtliche Polizeidienststellen im In- und Ausland um Mithilfe. Dazu haben die Lüneburger Beamten ein Skript erstellt, in dem sie ihre Ermittlungsergebnisse zusammenfassen und den Kollegen zur Verfügung stellen. Die sollen anhand des Skripts alte Straftaten in ihrem Zuständigkeitsbereich auf mögliche Zusammenhänge zu den Taten in der Göhrde überprüfen.

Liste von bekannten Aufenthaltsorten Wichmanns

Auf dem Grundstück von Wichmann war im vergangenen Jahr die Leiche der 1989 verschwundenen Birgit M. entdeckt worden. Der ehemalige Friedhofsgärtner soll zudem für den Tod zweier Paare im Staatsforst Göhrde ebenfalls im Jahr 1989 verantwortlich sein. Das legen zwei sichergestellte DNA-Spuren in einem Auto der Opfer nahe. Die Fakten zu den Taten hat die Polizei Lüneburg in ihrem Skript zusammengefasst. Darin werden außerdem die bekannten Aufenthaltsorte des mutmaßlichen Täters aufgelistet, der sich 1993 in der Haft selbst tötete. Genannt werden auch die Aufenthaltsorte eines mutmaßlichen Mittäters.

Parallelen sollen gemeinsam überprüft werden

Betreffende Polizeidienststellen, die Parallelen zu eigenen Fällen erkennen, sollen die Ermittlungsgruppe Göhrde der Polizeidirektion Lüneburg kontaktieren. Gemeinsam sollen dann potenzielle Fälle überprüft werden.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 15.06.2018 | 16:30 Uhr

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