Ein Polizist legt einem Menschen Handschellen an. © Bundespolizei

Visselhövede: Wann wird mutmaßlicher Schütze überstellt?

Stand: 22.04.2021 12:40 Uhr

Zwei jetzt in den Niederlanden festgenommene Männer sollen Anfang 2017 einen 46-Jährigen in Visselhövede (Landkreis Rotenburg) aus Blutrache getötet haben. Schütze war offenbar ein 34-Jähriger.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Beschuldigte und sein 30-jähriger mutmaßlicher Komplize die Tat geplant, vorbereitet und ausgeführt haben. Beide wurden mit Haftbefehl durch Spezialeinheiten der niederländischen Polizei in Amsterdam und Rotterdam verhaftet, wie Staatsanwaltschaft Verden und Polizei Rotenburg mitteilten. Sie wollen mit den niederländischen Behörden beraten, wann die Männer nach Deutschland überstellt werden.

Grund für Tat war offenbar Familienstreit

Als Motiv für die tödlichen Schüsse auf den 46-Jährigen vor einer Grundschule vermuten die Ermittler einen Streit zweier Familien in deren Heimatland. Sowohl Opfer als auch mutmaßliche Täter stammen aus Albanien. Den Untersuchungen zufolge gab der Schütze seinerzeit vom Soziussitz eines Motorrads zwölf Schüsse auf sein Opfer ab. Der Fahrer des Motorrads wurde 2018 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Mögliche Tatwaffe an der A7 entdeckt

Die Festnahmen erfolgten nur zwei Tage, nachdem die Polizei bei einer erneuten Geländesuche an der Autobahn 7 bei Bad Fallingbostel (Heidekreis) überraschend die mögliche Tatwaffe entdeckt hatte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 22.04.2021 | 13:30 Uhr

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