Ein Schild weist auf Waldbrandgefahr hin. © Picture Alliance Foto: Julian Stratenschulte

Trockenheit: Waldbrandgefahr im Osten Niedersachsens steigt

Stand: 05.06.2021 13:11 Uhr

Im östlichen Landkreis Lüchow-Dannenberg ist die Waldbrandgefahr am Sonnabend hoch. Grund dafür sind die Trockenheit und die sehr sandhaltigen Böden.

Regnet es zwei, drei Tage nicht, dann trocknet die oberste Bodenschicht dort zu schnell aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt die Gefahr für Sonnabend mit der vierten von fünf möglichen Gefahrenstufen an. "Zum Glück ist die frische Vegetation, wie Gräser, Farne und krautige Pflanzen, voll ausgetrieben, dadurch wird die Gefahr eines Bodenfeuers minimiert", sagte Knut Sierk, Sprecher der Landesforsten. Doch weil nicht überall frisches Grün wachse, mahnt er zur Achtsamkeit. In den kommenden Tagen nimmt die Waldbrandgefahr im östlichen Zipfel Niedersachsens etwas ab - dann gilt laut DWD Gefahrenstufe drei.

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Eine Übersichtskarte des Deutschen Wetterdienstes zeigt die aktuelle Waldbrandgefahr. © Deutscher Wetterdienst

Waldbrand-Gefahren-Stufen

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert auf seiner Seite die Waldbrand-Gefahr - auch für die norddeutschen Bundesländer. extern

Mittlere Gefahrenstufe in der östlichen Lüneburger Heide

Auch in der östlichen Lüneburger Heide besteht laut DWD eine mittlere Waldbrandgefahr. Im westlichen Teil Niedersachsens ist die Trockenheit dagegen nach Angaben von Landesforsten-Sprecher Sierk nicht so schlimm.

Waldbrandzentrale in Lüneburg ist besetzt

Ab Gefahrenstufe drei ist die Waldbrandzentrale in Lüneburg besetzt. Obwohl es gebietsweise regnet, werden die Regionen flächendeckend überwacht. Die geschulten Forstwirte kontrollieren mithilfe von 20 optischen Sensoren, die an 17 Standorten installiert sind, eine 440.000 Hektar große Waldfläche in den Landkreisen Lüneburg, Heidekreis, Uelzen, Gifhorn, Lüchow-Dannenberg und Celle.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.06.2021 | 10:00 Uhr

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