Stand: 29.07.2020 15:49 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Tollwut bei Fledermaus - Landkreis Stade warnt

Eine Breitflügelfledermaus zeigt ihre Zähne. © picture alliance/blickwinkel Foto: AGAMI/T. Douma
Eine Amtstierärztin musste die infizierte Breitflügel-Fledermaus töten. (Themenbild)

Im Landkreis Stade ist bei einer Breitflügel-Fledermaus das Fledermaus-Tollwut-Virus nachgewiesen worden, wie NDR 1 Niedersachsen am Mittwoch berichtet. Zuvor war das Tier bei Horneburg entdeckt worden. Ein verständigter Fledermausexperte hatte noch versucht, das kranke Tier aufzupäppeln. Doch letztlich musste die Fledermaus von einem Tierarzt getötet werden. Die Amtstierärztin ließ den Kadaver untersuchen und stellte die Infektion fest.

Haustiere besser impfen

Weil diese Tiere zunächst mit Lähmungen hilflos am Boden liegen, sind sie leichte Beute etwa für Hunde und Katzen. Daher appelliert die Stader Kreisveterinärin Sibylle Witthöft, Haustiere, die draußen unterwegs sind, immer gegen Tollwut impfen zu lassen. Landesweit wurde im vergangenen Jahr bei zwei von 19 untersuchten Fledermäusen das Tollwut-Virus nachgewiesen. Das Virus sei eng mit dem verwandt, das etwa von Füchsen bekannt sei.

Kranke Tiere nicht anfassen

Von der Fledermaus-Tollwut gehe prinzipiell die gleiche tödliche Gefahr für Mensch und Tier aus, warnen Fachleute. Sie empfehlen auch Menschen, die in Kontakt mit Fledermäusen kommen, sich impfen zu lassen. Alle in Deutschland eingesetzten Impfstoffe schützen - Fachleuten vom Laves-Institut zufolge - zuverlässig gegen die hier bekannten Arten der Tollwut. Dennoch warnen sie davor, erkrankte Tiere anzufassen.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 29.07.2020 | 17:00 Uhr

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