Stand: 09.01.2019 13:46 Uhr

Tödlicher Marsch: Soldat kann vernommen werden

Seit eineinhalb Jahren beschäftigt der Fall der bei einem Bundeswehr-Marsch kollabierten Soldaten die Staatsanwaltschaft Lüneburg. Jetzt erst kann die Staatsanwaltschaft den vorerst letzten Zeugen vernehmen, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Es handelt sich um einen der Soldaten, der nach seinem Zusammenbruch bisher nicht in der Lage gewesen war, Fragen zu beantworten. Er hatte monatelang im Krankenhaus gelegen. Wann der Mann vernommen werden kann, sei laut Staatsanwaltschaft aber noch nicht klar. Und wie es weitergeht, hängt davon ab, was der Zeuge aussagt: Entweder werden die Ermittlungen gegen zwei Ausbilder der Bundeswehr wegen fahrlässiger Körperverletzung beendet oder aber es müssen neue Zeugen befragt werden. Ein Termin für die Befragung steht demnach noch nicht fest.

Soldaten ziehen einen Einsatzagen der Bundeswehr.

Bundeswehr: Offiziersausbildung in Munster

Hallo Niedersachsen -

Im Sommer 2017 kam bei einem Übungsmarsch im Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Munster ein Offiziersanwärter ums Leben. Wie hat die Bundeswehr darauf reagiert?

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Multiorganversagen als Todesursache

Insgesamt waren vier Offiziersanwärter bei dem Marsch in Munster im Sommer 2017 zusammengebrochen, einer von ihnen starb zehn Tage später. Nach ersten Untersuchungen hatten die jungen Männer einen Hitzschlag erlitten. Bei dem Verstorbenen soll laut Obduktionsbericht ein Multiorganversagen im Zusammenhang mit einer Blutvergiftung die Todesursache gewesen sein. Zwei weitere Kameraden erholten sich nach Auskunft der Bundeswehr von ihren Zusammenbrüchen erst nach einer Reha.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 09.01.2019 | 17:00 Uhr

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