Stand: 24.09.2020 09:32 Uhr

Streit ums Grundwasser: Mehr Rechte für Lüneburg?

Menschen demonstrieren in Lüneburg gegen den Bau eines weiteren Brunnen von Coca-Cola. © NDR Foto: Marlene Kukral
Die von Protesten begleiteten Pläne von Coca-Cola zum Bau eines weiteren Brunnens bei Lüneburg sind der Anlass für die Resolution des Umweltausschusses (Archivbild).

Der Umweltausschuss der Stadt Lüneburg fordert mehr Mitspracherecht beim Umgang mit dem Grundwasser. Das Gremium hat am Mittwoch eine entsprechende Resolution einstimmig beschlossen, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. Darin steht: Bund und Land sollen die Wassergesetze so ändern, dass Kommunen mehr mitgestalten können. Dabei geht es den Politikern vor allem um die Frage, wer wie viel Grundwasser entnehmen darf.

Resolution fordert höhere Preise für Wasserförderung

Anlass ist der geplante dritte Brunnen des Getränkekonzerns Coca-Cola, dessen Genehmigungsverfahren gerade läuft und von Protesten begleitet wird. Erst am Montag übergaben Bürger eine von etwa 92.000 Menschen unterstützte Petition für mehr Grundwasserschutz an Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD). Die im Umweltausschuss verabschiedete Resolution greift dies auf. Dort heißt es auch, dass das niedersächsische Wassermanagement künftig die Folgen des Klimawandels mehr berücksichtigen soll. Damit Menschen weniger Wasser verbrauchen, soll das Fördern von Wasser zudem teurer werden.

Ähnliche Forderung im Landkreis

Die Stadt folgt mit der Forderung nach mehr Mitspracherecht beim Wassermanagement dem Landkreis Lüneburg: Dessen Umweltausschuss hatte vergangene Woche ein ähnliches Votum abgegeben. Nun müssen sowohl Stadtrat, als auch Kreistag noch über die Resolutionen entscheiden.

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Übergabe einer Petition gegen Brunnenbohrungspläne von Coca Cola an Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge. © NDR

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 24.09.2020 | 07:30 Uhr

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