Stand: 12.11.2018 13:47 Uhr

Sky-Signal geknackt: Prozess um Streaming-Dienst

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Prozess vor der Jugendkammer in Lüneburg: Einige der Angeklagten waren zur Tatzeit noch minderjährig.

Vor dem Landgericht Lüneburg hat am Montag der Prozess gegen fünf mutmaßliche Betrüger begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den inzwischen 22- bis 26-Jährigen knapp 21.000 Fälle von Computerbetrug vor. Die Angeklagten sollen das Signal des kostenpflichtigen Fernsehsenders Sky entschlüsselt und weiterverbreitet haben. Über eine eigene Internetseite hätten sie das Programm in einem Streaming-Dienst angeboten, zu einem geringeren Preis als ein Sky-Abonnement. Das Unternehmen beziffert den Schaden durch entgangene Einnahmen auf mehr als drei Millionen Euro.

7.500 Nutzer griffen auf Streaming-Dienst zu

Der Anklage zufolge haben in den Jahren 2011 bis 2016 fast 7.500 Nutzer das Angebot auf der Seite iStream.to angenommen. Den Gewinn aus dem Streaming-Angebot beziffert die Staatsanwaltschaft auf rund 250.000 Euro. Das Gericht geht davon aus, frühestens im März ein Urteil fällen zu können. Für sämtliche Verhandlungstage ist ein Sachverständiger für Informationssicherheit geladen. Der Fall wird vor einer Jugendkammer verhandelt, da einige Angeklagte zum Tatzeitpunkt minderjährig waren.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.11.2018 | 08:00 Uhr

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