Zwei Menschen mit Mund-Nasen-Bedeckung stehen nach der Jagd vor einem toten Tier, das einer von beiden zerlegt. © NDR

Schweinepest: Große Wildschweinjagd trotz Corona

Stand: 15.11.2020 12:57 Uhr

Für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest ist der Landesjägerschaft zufolge die Wildschweinjagd nötig - trotz Corona.

"Jedes Wildschwein, das wir jetzt nicht erlegen, produziert rechnerisch bis zum kommenden Sommer mindestens drei Nachkommen", sagte der Präsident Helmut Dammann-Tamke. In der Zeit von Anfang November bis zum 20. Dezember werde 70 bis 80 Prozent der Wildschweinstrecke eines ganzen Jahres erlegt, so Dammann-Tamke. Die Wildtiere können die Afrikanische Schweinepest bei Kontakt mit Hausschweinen übertragen.

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Jagd unter Corona-Bedingungen

Die Bedrohung durch die Schweinepest ist auch der Grund, weshalb derartige Zusammenkünfte von vielen Menschen, wie bei der Jagd in der Revierförsterei Rosengarten am Sonnabend, trotz der Corona-Pandemie erlaubt sind. Es wurden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen. So waren die rund 100 Teilnehmer in Gruppen eingeteilt. Alles wurde dokumentiert, damit im Fall einer Infektion nachverfolgt werden kann, wer zu wem Kontakt hatte. Außerdem waren Maske und Abstand Pflicht. Zudem gab es keinen gemeinsamen feierlichen Abschluss der Jagd, wie sonst üblich. "Das müssen wir jetzt einfach akzeptieren. Das ist der Situation geschuldet. Das kann man verkraften", sagte Knut Sierk von den Niedersächsischen Landesforsten.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional | 14.11.2020 | 19:30 Uhr

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