Rechtsextreme Wehrsportgruppe? Reservisten unter Verdacht

Stand: 10.09.2021 11:56 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg ermittelt gegen neun Beschuldigte, die im Verdacht stehen, eine rechtsextreme Wehrsportgruppe gebildet zu haben. Bei ihnen wurden Waffen und Munition gefunden.

In einem Großeinsatz hatte die Polizei am Mittwoch insgesamt acht Objekte in den Bereichen der Polizeidirektionen Lüneburg und Hannover sowie in Nordrhein-Westfalen und Berlin durchsucht. Konkrete Orte nannte die federführende Staatsanwaltschaft Lüneburg aber nicht.

Vier Beschuldigte sollen Bundeswehr-Reservisten sein

Die Polizei hat demnach Waffen, Waffenteile und Munition beschlagnahmt. Diese werden nun daraufhin überprüft, ob sie strafrechtlich relevant sind - das heißt, ob die Beschuldigten diese Waffen besitzen durften oder ob sie diese vor dem Hintergrund ihres mutmaßlichen rechten Netzwerkes abgeben müssen. Insgesamt gebe es neun Beschuldigte, darunter seien sechs Reservisten der Bundeswehr, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lüneburg am Freitag. Die Verdächtigen seien männlich und 37 bis 53 Jahre alt.

200 Beamte und Spezialkräfte im Einsatz

Was genau die Ermittler ihnen vorwerfen und ob es zusammenhängt mit Vorfällen der vergangenen Monate und Jahre, dazu sagt die Behörde derzeit nichts. Festnahmen habe es bisher nicht gegeben. Im Einsatz waren den Ministeriums-Angaben zufolge fast 200 Polizeibeamte und Spezialkräfte unter Leitung des Landeskriminalamts Niedersachsen.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 10.09.2021 | 15:00 Uhr

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