Stand: 13.05.2020 12:05 Uhr

Polizei nimmt bei Razzia drei Verdächtige fest

Ein Polizist geht in ein Wohnhaus in Lüneburg. © dpa - Bildfunk Foto: Philipp Schulze
Die Beamten durchsuchten insgesamt neun Häuser.

Insgesamt 230 Polizisten, darunter auch Spezialeinheiten der Bundespolizei, haben am Mittwochmorgen neun Wohnhäuser und Gebäude im Nordosten von Niedersachsen durchsucht. Bei den Razzien in Lüneburg, Winsen/Luhe (Landkreis Harburg) und Bad Bevensen (Landkreis Uelzen) nahmen die Ermittler drei Personen fest. Gegen die Verdächtigen wird wegen Automatensprengungen, Einbrüchen und Diebstahl in mehr als einem Dutzend Fällen ermittelt. Die 28, 32 und 41 Jahre alten Männer sollen zeitnah dem Haftrichter vorgeführt werden, teilte ein Sprecher mit. Gegen drei weitere Beschuldigte hätten dagegen keine Haftgründe vorgelegen.

VIDEO: Lüneburg: Drei Männer bei Razzia festgenommen (3 Min)

Automatensprengungen und Baumarkt-Einbruch

Die sechs im Raum Lüneburg lebenden Männer sollen seit Dezember vergangenen Jahres in der Region mehrere Fahrkartenautomaten gesprengt haben, um an die Geldkassetten zu kommen. Dazu nutzten sie nach derzeitigen Erkenntnissen Gas und Sprengkörper. Außerdem wird die Gruppe für einen spektakulären Einbruch in einen Baumarkt Anfang April in Lüneburg verantwortlich gemacht. Die Täter fuhren dabei mit einem Auto durch den Markt, rammten dabei eine Palette mit Farbeimern und richteten einen Schaden von mehr als 50.000 Euro an.

Zusammenhänge mit weiteren Taten werden geprüft

Die Ermittler stellten bei den Durchsuchungen umfangreiches Beweismaterial sicher. Dessen Auswertung dauert den Angaben zufolge noch an. Parallel prüfen die Fahnder mögliche Zusammenhänge mit weiteren Taten der vergangenen Monate. Die Polizeiinspektion Lüneburg und die Bundespolizei hatten ihre Ermittlungen zu den Fällen seit Februar gebündelt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 13.05.2020 | 10:30 Uhr

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