Stand: 29.05.2017 13:59 Uhr

Nach Schlag gegen "Avalanche": Polizei zufrieden

Vor rund einem halben Jahr ist Ermittlern ein Schlag gegen ein international operierendes kriminelles Cyber-Netzwerk gelungen. Federführend waren die Staatsanwaltschaft Verden und die Zentrale Kriminalinspektion der Polizei Lüneburg. Insgesamt 39 Staaten waren an der Aktion beteiligt. Sechs Monate nach dem Erfolg haben die beteiligten Ermittler ein positives Zwischenfazit gezogen. Das sogenannte Botnetz "Avalanche" - zu deutsch: "Lawine" - ist lahmgelegt worden. Mithilfe dieser Infrastruktur hatten Kriminelle schadhafte Software auf Rechnern von Privatleuten installiert, um Daten auf den Computern auszulesen.

Polizei: "Nachhaltiger Erfolg"

Der Leiter der Zentralen Kriminalinspektion, Stefan Mayer, bezeichnet den Erfolg gegenüber NDR 1 Niedersachsen als nachhaltig. "Sicherlich wird es immer wieder Botnetze geben, aber dieses große, das über viele Jahre aufgebaut wurde, ist nach wie vor inaktiv", so Mayer. Aber nicht nur die technischen Ressourcen schalteten die Ermittler aus. Vier von sieben festgenommenen Verdächtigen sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen gegen sie laufen weiter.

Kriminalbeamter rät zur Vorsicht

Für die Zukunft sei man gut gewappnet, so Meyer. "Der große Vorteil ist eigentlich, dass man als Staat jetzt weiß, wie man damit umgehen kann, wie man reagiert. Wir haben Netzwerke aufgebaut, die es uns möglich machen, schneller und leichter zu agieren." Internet-Nutzern rät er indes zur Vorsicht. Weil es immer wieder kriminelle Viren geben kann, sollte man eine aktuelle Anti-Viren-Software installiert haben und das Betriebssystem regelmäßig überprüfen. Vor allem sollte man aber beim Öffnen von E-Mails mit unbekannten Absendern vorsichtig sein, empfiehlt der Leiter der Zentralen Kriminalinspektion.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 29.05.2017 | 12:30 Uhr

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