Stand: 04.07.2017 16:44 Uhr

Nach Müll auf Äckern: Ursache gefunden

Vor gut drei Monaten entdeckten Landwirte in den Landkreisen Uelzen und Lüneburg auf ihren Äckern Plastikteilchen, Glasstückchen und anderen Müll, der dort nicht hingehörte. Schnell war klar, dass der Unrat zusammen mit verschmutzter Komposterde auf die Böden gelangt war. Die betroffenen Landwirte leiden bis heute unter den Folgen der Verunreinigung. Sie dürfen kein Gemüse oder Futtergras auf den Flächen anbauen, lediglich Zuckerrüben. Jetzt hat das Gewerbeaufsichtsamt in Lüneburg bekanntgegeben, dass eine Siebrolle in der Sortieranlage des Recycling-Unternehmens Lünerecycling Ursache für die Verschmutzung der Erde war. "Es war ein zu grobmaschiges und zudem auch noch beschädigtes Sieb in einer großen Siebtrommel", sagt Christina von Mirbach, stellvertretende Leiterin des Gewerbeaufsichtsamtes.

Existenz der Firma nicht bedroht

Das erst 2016 gegründete Unternehmen verarbeitet den Inhalt von Biomülltonnen, siebt Plastikteilchen, Glasscherben und anderen Müll aus, um dann Kompost an die Landwirte zu verkaufen. Der Fehler war im März mehrere Tage in der Produktion aufgetreten. Inzwischen hat das Unternehmen laut Geschäftsführer Carsten Burmester strengere Arbeitsanweisungen für die Sortieranlagen ausgegeben: Vor jedem Einsatz müsse die Siebtrommel kontrolliert werden, alles muss protokolliert werden. Das Unternehmen mit fünf Mitarbeitern darf bis auf eine Freigabe der Landwirtschaftskammer keinen Kompost mehr verkaufen. Die Situation sei schon eine Herausforderung, wenn auch nicht existenzbedrohend, sagt Geschäftsführer Carsten Burmester. Die Landwirte hätten signalisiert, dass sie weiter Kunden bleiben wollen. Jetzt wachsen dort erst einmal Zuckerrüben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 04.07.2017 | 15:30 Uhr

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