Stand: 07.01.2020 14:57 Uhr

Missbrauchsprozess gegen DLRG-Trainer gestartet

Ein Angeklagter im Falle von sexuellem Missbrauch innerhalb einer DLRG-Ortsgruppe hält sich im Landgericht Lüneburg eine Stofftasche vor das Gesicht. © dpa - Bildfunk Foto: Philipp Schulze
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26-Jährigen vor, in seiner Funktion als Schwimm- und Fußballtrainer Kinder missbraucht zu haben.

Ein früherer Schwimm- und Fußballtrainer muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Lüneburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26-jährigen Mann vor, sieben Jungen sexuell missbraucht zu haben. Zum Schutz der Opfer sowie des Angeklagten schloss das Gericht die Öffentlichkeit für die gesamte Dauer des Verfahrens aus. Nach Angaben eines Gerichtssprechers hat sich der Angeklagte umfassend zu den Vorwürfen geäußert. Weitere Angaben dazu wollte der Sprecher allerdings nicht machen.

Kinder zwischen 9 und 15 Jahre alt

Der 26-Jährige soll die Kinder als Betreuer einer Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie in seiner Funktion als Fußballjugendtrainer bei einem Klub in Lüneburg missbraucht haben. Die Taten ereigneten sich laut Anklage zwischen Juli 2015 und Februar 2019 in Lüneburg und anderen Orten. Das jüngste Opfer soll laut Staatsanwaltschaft neun oder zehn Jahre alt gewesen sein, das älteste 15. Außerdem habe der Angeklagte kinderpornografische Schriften besessen. Zu den Tatvorwürfen machte das Gericht zum Schutz der Opfer keine näheren Angaben.

Urteil am 13. Februar möglich

Vertreter der DLRG hatten die Ermittlungen im April vergangenen Jahres ins Rollen gebracht. Der 26-Jährige hatte als Betreuer Jugendfreizeiten begleitet, wo es zu Übergriffen gekommen sein soll. Der Lehramtsstudent wurde im Juli im nordrhein-westfälischen Münster festgenommen und sitzt seitdem in U-Haft. Ein Urteil könnte am 13. Februar gesprochen werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 07.01.2020 | 17:00 Uhr

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