Sabine Bracker füttert auf dem Gelände vom Gnadenhof Minischwein-Ferkel in Ebstorf bei Uelzen. © dpa-Bildfunk Foto: Philipp Schulze

Minischwein sucht Pate - neues Zuhause auf dem Gnadenhof

Stand: 14.11.2021 12:15 Uhr

Ein Gnadenhof im Landkreis Uelzen sucht Paten für 16 junge Minischweine. Dauerhaft bei sich aufnehmen wird die Ferkel wohl niemand, sagt die Betreiberin.

Anfang Juli kamen fünf Minischweine auf dem Hof in Ebstorf an. Abgemagert und vernachlässigt waren die Tiere - und drei davon waren trächtig. Schnell wurden es also mehr Schweinchen, die Sabine Bracker mit ihrem gemeinnützigen Verein versorgen musste. "Ich bin die Endstelle, wenn Tierheime, Veterinäramt oder Tierarzt sie mir schicken", berichtet sie.

Neues Zuhause für die Tiere - Das klappt selten

Bracker kümmert sich um Rinder, Schafe, Hunde und Ziegen - und eben Schweine. Die 46-Jährige wird nur von einer 450-Euro-Kraft unterstützt, die ein Sponsor bezahlt. Helfen würde es, wenn die Tiere ein neues Zuhause finden würden, jemand also einen Hund oder andere Hofbewohner bei sich aufnehmen würde. Doch das funktioniert in der Regel nicht, erzählt Bracker: "Viele überlegen es sich nach einer Woche wieder anders."

Patenschaft soll Schweinen ein schönes Leben ermöglichen

Ein Minischwein-Ferkel spielt auf dem Gelände vom Gnadenhof im Stroh. © picture alliance/dpa Foto:  Philipp Schulze
Die Schweine sollen künftig in einem Gebäude mit Auslauf leben.

Gerade bei Schweinen sei es nicht möglich, sie anschließend wieder in die Gruppe zu integrieren. Sie würden dort dann nicht mehr akzeptiert. Schweine seien extrem brutal zueinander, sagt Bracker. Also muss eine andere Lösung her: eine Patenschaft, die es der Hofbetreiberin ermöglicht, den Minischweinen auf ihrem Gelände ein schönes Zuhause zu bieten. Sie möchte dafür ein altes Gebäude mit Auslauf sanieren. "Sie sollen einfach da sein und leben dürfen."

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