Stand: 26.06.2018 18:11 Uhr

Mädge: Ministerium hat Zusagen nicht eingehalten

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OB Mädge fürchtet um die Existenz des Theaters Lüneburg. (Archivbild)

Am Theater Lüneburg ist momentan zwar Sommer und damit Spielpause. Theater gibt es trotzdem - und zwar ums Geld. Das Haus in der Hansestadt sowie alle anderen kommunalen Theater des Landes sehen finanziellen Mehrkosten von insgesamt sechs Millionen Euro entgegen. Eine Summe, die die Landesregierung auffangen sollte, aber - so der aktuelle Stand - wohl nicht auffangen wird. Eine Tatsache, die Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) mächtig verärgert.

Betrag taucht nicht im Haushaltsentwurf auf

Nicht nur, dass die sechs Millionen schon ein Kompromiss waren - die ursprüngliche Summe lag bei mehr als neun Millionen Euro. Vielmehr hatte der OB nach Gesprächen, unter anderem mit Kulturminister Björn Thümler (CDU), den Eindruck, dass es sich nur um eine Formsache handelt. Er sei davon ausgegangen, dass die sechs Millionen "durchlaufen würden", zumal sie auch im Koalitionsvertrag stünden. Doch nun taucht der Betrag im Haushaltsentwurf 2019 nicht auf.

Ministerium: "Wir haben uns eingesetzt"

Dass aber Zusagen nicht eingehalten wurden, lässt man im Kulturministerium so nicht gelten. "Von der Landesregierung, vom Kabinett sind andere Schwerpunkte gesetzt worden. Wir konnten eben nicht mehr tun", erklärte Sprecherin Margit Kautenburger. "Wir haben das Geld angemeldet, haben uns eingesetzt, aber es ist nun anders beschlossen worden." Ein Beschluss, der Mädge zufolge für das Theater Lüneburg fatale Folgen haben könnte: Sollten vom Land keine zusätzlichen Gelder kommen, drohe der Bühne schon 2020 die Insolvenz.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 26.06.2018 | 15:30 Uhr

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