Stand: 08.09.2020 15:22 Uhr

Lüneburg hofft trotz Corona auf Weihnachtsmarkt

Viele Besucher stehen an den Ständen des aufwändig beleuchteten Weihnachstmarktes in der Lüneburger Altstadt. © NDR Foto: Lars Gröning
Die Zahl der Stände beim Lüneburger Weihnachtsmarkt soll wegen Corona mindestens halbiert werden. (Archivbild)

Trotz der Corona-Pandemie will die Stadt Lüneburg auch in diesem Jahr ihren traditionellen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt veranstalten. "Ich gehe davon aus, dass wir das machen können", sagte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD). "Der Weihnachtsmarkt ist eine Attraktion, aber wir wollen auch keine Hotspots.“ Als Präsident des Städtetags Niedersachsen forderte Mädge einen Weihnachtsgipfel für das Land, um die Voraussetzungen und Hygienekonzepte zu klären.

Weihnachtsmarkt mit deutlich weniger Ständen

Bei einem runden Tisch mit Schaustellern, privaten Marktbetreibern und dem Stadtmarketing sprach Mädge am vergangen Freitag über die möglichen Rahmenbedingungen. 42 Stände gehören normalerweise zum Lüneburger Weihnachtsmarkt vor dem historischen Rathaus. In diesem Jahr soll höchstens die Hälfte zugelassen werden, verteilt über die Stadt. Lüneburg profitiert in der Adventszeit von vielen Tagestouristen, die per Bus anreisen, einkaufen gehen und über den Weihnachtsmarkt schlendern. "Ohne Weihnachtsmarkt geht die Welt nicht unter, aber ein Stück Tradition verloren", so Mädge.

Braunschweig erwägt Weihnachtsmarkt mit Alkohol-Verbot

Laut einem Bericht der "Braunschweiger Zeitung" soll es auch in Braunschweig in diesem Jahr einen Weihnachtsmarkt geben. Der Wirtschaftsausschuss habe einstimmig vom Stadtmarketing ein Konzept gefordert, heißt es. Diskutiert würden Eintrittskontrollen und ein Alkohol-Verbot.

Positive Signale von der Landesregierung

Die Landesregierung hat angekündigt, die Möglichkeit von eingeschränkten Weihnachtsmärkten prüfen zu wollen. Nach Angaben der Stadt Lüneburg gibt es "Signale von der Landesspitze, dass unter bestimmten Voraussetzungen weihnachtliche Märkte erlaubt werden können".  Auch der Städte- und Gemeindebund spricht sich für eine Durchführung mit gewissen Auflagen und Zugangsbeschränkungen aus.

Bremen: Freimarkt findet unter Auflagen statt

In Bremen hat unterdessen der Senat am Dienstag beschlossen, den traditionellen Freimarkt nicht abzusagen. Die 985. Auflage des Volksfestes soll in einer verkleinerten Version stattfinden - ohne Alkohol, ohne Festzelte und mit weniger Karussells. Die Bürgerweide, wo der Freimarkt steht, soll laut dem Konzept komplett eingezäunt werden. Maximale 6.000 Besucher sollen sich demnach gleichzeitig dort aufhalten dürfen. An Ein- und Ausgängen sowie beim Warten in einer Schlange soll es eine Maskenpflicht geben. Der Termin für das Volksfest soll neu festgelegt werden. Der Senat zeigte sich offen für eine zweiwöchige Verlängerung.

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Die Stände des Lüneburger Weihnachstmarktes vor dem Rathaus. © NDR Foto: Lars Gröning

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional | 08.09.2020 | 17:00 Uhr

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