Stand: 14.01.2020 11:50 Uhr

Lüneburg: Wird Missbrauchsprozess verkürzt?

Ein Angeklagter im Falle von sexuellem Missbrauch innerhalb einer DLRG-Ortsgruppe hält sich im Landgericht Lüneburg eine Stofftasche vor das Gesicht. © dpa - Bildfunk Foto: Philipp Schulze
Der wegen Kindesmissbrauchs angeklagte 26 Jahre alte ehemalige Schwimmtrainer (links) hat sich laut Gericht umfassend geäußert.

Im Missbrauchsprozess gegen einen ehemaligen Schwimmtrainer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) will das Landgericht Lüneburg heute entscheiden, ob das Verfahren verkürzt werden kann. Der 26 Jahre alte Angeklagte hatte sich umfassend zu den Missbrauchsvorwürfen gegen ihn geäußert. Dadurch könnten sich nach Angaben eines Gerichtssprechers die Aussagen von Zeugen erübrigen.

Missbrauch auf DLRG-Freizeiten

Der angeklagte Lehramtsstudent, Schwimm- und Fußballjugendtrainer soll sieben Jungen zwischen zwölf und sechzehn Jahren missbraucht und kinderpornographisches Material besessen haben. Zu den Übergriffen soll es bei von dem Mann betreuten DLRG-Jugendfreizeiten gekommen sein. Im April entdeckte ein anderer Übungsleiter anzügliche Kurznachrichten auf dem Telefon eines der Opfer. Die DLRG schaltete daraufhin die Polizei ein. Beamte nahmen den Lüneburger am Wohn- und Studienort Münster (Nordrhein-Westfalen) fest. Die Richterin hatte zu Beginn des Verfahrens die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

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Ein Angeklagter im Falle von sexuellem Missbrauch innerhalb einer DLRG-Ortsgruppe hält sich im Landgericht Lüneburg eine Stofftasche vor das Gesicht. © dpa - Bildfunk Foto: Philipp Schulze

Missbrauchsprozess gegen DLRG-Trainer gestartet

Ein früherer Schwimmtrainer der DLRG steht seit Dienstag in Lüneburg wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht. Zum Prozessauftakt hat er sich umfassend zu den Vorwürfen geäußert. (07.01.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.01.2020 | 15:00 Uhr

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