Stand: 21.11.2019 19:30 Uhr

Lüneburg: Projekt findet neue Fahrradrouten

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Auf welchen Wegen kann man mit dem Rad fahren? Die Daten aus einem Lüneburger Projekt verbessern Navigationsapps. (Symbolbild)

Auf den Sattel und los! Nur wo geht es lang? Navigationsapps helfen schnell, führen Radfahrer aber häufig an stark befahrenen Straßen entlang zum Ziel. Dabei gibt es schönere Alternativrouten. Damit man diese als Fahrradfahrer auch findet, haben rund hundert Lüneburger Studierende gemeinsam mit dem Verkehrsexperten Peter Pez und der Kulturgeographin Anje Seidel neue Navigationsdaten für Radfahrer gesammelt. Navigationsapps können nun auf diese Daten zugreifen und so schönere Fahrradwege vorschlagen. Die Idee kommt gut an: Das Projekt "Radverkehrsförderung 3.0" der Leuphana Universität Lüneburg wurde von der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises am Donnerstag zu den Top-3-Forschungsprojekten für den Sonderpreis "Digitalisierung" ausgezeichnet.

Navigation beim Radfahren.

Besser Fahrrad fahren mit Navi

Hallo Niedersachsen -

Nicht schnell, sondern schön sollen die Routen sein: Verkehrswissenschaftler Peter Pez von der Leuphana Uni will das Fahrradfahren mit Navi rund um Lüneburg revolutionieren.

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Welche Wege sind für Fahrradfahrer tauglich?

Die Intention des Verkehrswissenschaftlers Pez ist eigentlich simpel: Navigationssysteme sollen lernen, dass es schönere Wege als die neben der Straße gibt. Doch das Lernen von neuen Routen ist leichter gesagt als getan. Denn es genügt nicht, einfach neue Wege einzuprogrammieren. Hätten die Navigationsapps keine Daten über den Bodenbelag einer Strecke, so gingen sie erstmal von einer unbefestigten Strecke aus, die mit dem Fahrrad nicht passierbar sei, sagte die Kulturgeographin Seidel NDR 1 Niedersachsen. "Was wir jetzt gemacht haben, ist genau diese relevanten Daten, die dazu führen, dass diese Strecken als Fahrrad tauglich eingestuft werden, zu erheben", sagte sie. Rund 125 Kilometer Radweg haben die Forscher deshalb zusammen mit den Studierenden auf Bodenbelag, Hindernisse und Steigungen hin vermessen. Alle Daten wurden in eine digitale Karte übertragen. Schon bald sollen weitere Kilometer dazu kommen.

 

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 20.11.2019 | 19:30 Uhr

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