Stand: 19.01.2018 14:44 Uhr

Walsroder Wolf: Lies bereitet Besenderung vor

Nach einer Wolfssichtung in der Walsroder Innenstadt hat der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) angekündigt, das umherstreifende Tier unter bestimmten Voraussetzungen mit einem Sender ausstatten zu lassen. Sollte sich der Wolf Menschen auffällig nähern, werde mit einer Besenderung begonnen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Auf diese Weise könnten Wolfsexperten ein Bewegungsprofil des Tieres erstellen, um das Verhalten und die möglichen Ursachen besser zu verstehen.

Besenderung nur bei auffälligem Verhalten

Eine Ministeriumssprecherin sagte gegenüber NDR.de, es gehe bei der Vorbereitung der Besenderung darum, die notwendigen Genehmigungen zu beantragen und Experten zur Durchführung zu benennen. Auf diese Weise könne schneller reagiert werden, falls der Wolf auffällig werden sollte. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn er Menschen verfolgen oder Hundehaltern gefährlich nahe kommen würde, so die Sprecherin. Nur unter solchen Umständen würde eine Besenderung durchgeführt werden.

Begegnung laut Ministerium "unproblematisch"

Ein Pizzabote hatte den Wolf am Dienstagabend an einer zentralen Kreuzung in Walsrode fotografiert. Nach Einschätzung des Umweltministeriums ist diese Begegnung als "unproblematisch" anzusehen. Wölfe seien in der Regel scheue Tiere, die sich vor dem Menschen zurückziehen, heißt es in der Mitteilung. Jungwölfe würden sich allerdings neugieriger und weniger vorsichtig als ihre Eltern verhalten. Mit dem Beginn der Ranzzeit müsse man daher häufiger mit Begegnungen rechnen.

Füttern und Anlocken untersagt

Das Umweltministerium bittet darum, sämtliche Wolfssichtungen umgehend an die Landesjägerschaft oder das Wolfsbüro zu melden. Die Tiere sollten weder angelockt noch gefüttert werden. Auch dürften Wölfe keinesfalls verfolgt werden, um zum Beispiel ein Foto zu machen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 19.01.2018 | 14:30 Uhr

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