Stand: 21.05.2019 13:43 Uhr

Landkreis Harburg: Datenleck auf Internetseite

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Auf der Internetseite des Landkreises Harburg waren 28 Namen von Privatpersonen öffentlich einsehbar.

Im Landkreis Harburg hat es eine Datenpanne gegeben. Auf der Homepage waren acht Monate lang 28 Namen und Adressen von Personen einsehbar, die Hausverbot für das Amtsgebäude in Winsen haben. Bemerkt wurde die Panne, als jemand den Namen eines Betroffenen bei Google eingegeben hat - und ihn auf der Internetseite des Landkreises Harburg wiederfand. Die "Bild" hatte zuerst über die Panne berichtet.

Ursache für die Panne: ein falsch gesetzter Haken

Landkreissprecherin Katja Bendig erklärte NDR 1 Niedersachsen, dass das geschützte Intranet über das gleiche System gesteuert werde wie die öffentliche Homepage. Ein Mitarbeiter habe einen falschen Haken gesetzt, sodass die Daten öffentlich einsehbar waren. Der folgenschwere Fehler ist vor knapp zwei Wochen bekannt geworden. Noch am selben Tag sei die Seite vom Netz genommen worden. Kontaktieren will der Landkreis die Betroffenen aber nicht, schließlich sei die Panne monatelang niemandem aufgefallen.

Eine Geldbuße gibt es nicht

Der Landkreis hat den Vorfall vergangene Woche an die Datenschutzbeauftragte des Landes Niedersachsen gemeldet, sagte Bendig. Dort sei bereits eine Beschwerde eines Betroffenen eingegangen, sagte ein Sprecher der Datenschutzbeauftragten. Strafen wie Bußgelder könnten jedoch nur bei Unternehmen verhängt werden, bei einer Behörde gehe das nicht. Da blieben die Konsequenzen recht klein und kämen eher einer Rüge gleich. Beim Landkreis besprechen die Mitarbeiter aber zumindest, wie die Hausverbots-Liste in Zukunft anders als über das Intranet veröffentlicht werden kann, damit gleiches nicht noch einmal passiert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.05.2019 | 12:00 Uhr

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